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[Gelöst] GbR-Gründung mit 3 Co-Foundern: Wann wird's kritisch?

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Michael-Berger50
Beiträge: 3
Themenstarter
(@michael-berger50)
New Member
Beigetreten: Vor 4 Monaten
[#21]

Hey zusammen, ich bin gerade dabei, mit zwei Mitgründern in eine GbR zu gehen. Wir sind alle drei technical background, keiner von uns hat Gründungserfahrung. Nachdem ich hier im Forum verschiedene Diskussionen gelesen habe, bin ich etwas verunsichert: Viele schreiben, dass GbR im Team problematisch ist – aber warum eigentlich genau?

Bei uns ist es so: Wir kennen uns aus unserem letzten Projekt und haben großes Vertrauen zueinander. Wir wollen schnell starten (September/Oktober), keinen großen administrativen Overhead. Eine UG oder GmbH kostet Zeit und Geld, das wir lieber ins Produkt stecken.

Meine Fragen: Welche Fehler machen Teams typischerweise bei einer GbR? Gibt es Punkte, bei denen eine GbR einfach nicht passt – egal wie gut das Vertrauen ist? Und wann sollte man später umstrukturieren?

Auch interessiert mich: Wie wichtig sind schriftliche Vereinbarungen bei einer GbR wirklich? Ich lese immer wieder, dass das unterschätzt wird.

Danke für erfahrene Inputs!


7 Antworten
SteuerfucHS29
Beiträge: 11
(@steuerfuchs29)
Active Member
Beigetreten: Vor 4 Monaten

Aus meiner Controlling-Perspektive: Achtet auf die Gewinnverteilung und die Buchhaltung bei einer GbR. Das wird oft unterschätzt. Auch solltet Ihr klären, wie Ihr mit Gehältern vs. Entnahmen umgeht – das ist steuerlich relevant und bei einer GbR weniger flexibel als bei einer UG.

Zum Thema Schriftlicher Vertrag: Ja, absolut. Regelt darin klar:
- Kapitaleinlagen
- Gewinnverteilung
- Entnahmeregelungen
- Ausscheiden eines Partners (wichtig!)
- Geschäftsführung und Entscheidungskompetenzen

Ohne das wird's später chaotisch.


Antwort
T.Hoffmann94
Beiträge: 9
(@t-hoffmann94)
Active Member
Beigetreten: Vor 4 Monaten

Ich stand gerade vor der gleichen Frage! Mein Ansatz: Ich starte mit einer UG, nicht mit einer GbR. Die UG kostet beim Gründen minimal mehr als eine GbR, gibt dir aber die beschränkte Haftung. Und später, wenn ein Investor kommt, ist die Umstrukturierung einfacher.

Bei der GbR würde mich auch nervös machen, dass jeder Partner automatisch die Gesellschaft verpflichten kann – ohne die anderen zu fragen. Das ist ein stilles Risiko.


Antwort
C.Bergmann
Beiträge: 30
(@c-bergmann)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 4 Monaten

Wichtig noch: Bei einer GbR brauchst Du auch eine sogenannte Gewinnverteilungsabrede im Gesellschaftsvertrag. Defaults sind nicht immer ideal. Und denk an: Wenn einer der Gründer aussteigt, wird die ganze GbR formal aufgelöst – auch wenn die anderen weitermachen wollen. Das ist ein großes administratives Risiko.

Ich würde wirklich zu einer UG raten für Euren Use-Case.


Antwort
Sabine89
Beiträge: 14
(@sabine89)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 4 Monaten

Bin grad selber in der Situation einer Gründung und frag mich auch: Wie wichtig ist die Rechtsform wirklich in den ersten Monaten? Manchmal denk ich, man macht sich zu viele Gedanken. Aber nach dem, was ich hier lese, scheint bei der GbR das Ausscheiden und die Haftung wirklich der kritische Punkt zu sein. Ich merke da auch: Klare Regelungen am Anfang sparen später Streit.


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