Hi zusammen,
stehe vor einem wichtigen Schritt und brauche euren Input. Nach drei Jahren als Einzelunternehmen will ich endlich zur GmbH wechseln - das Geschäft läuft stabil und ich sehe gute Chancen für strategische Partnerschaften.
Mein Hauptanliegen: Wie gehe ich mit meinen Stammkunden um? Ich hab etwa 15 Unternehmen, die regelmäßig bei mir bestellen (B2B-Software-Entwicklung). Die Verträge laufen alle auf mich persönlich bzw. mein Einzelunternehmen.
Kann ich die einfach auf die neue GmbH übertragen? Oder müssen alle Kunden zustimmen? Bei einem Großkunden macht mir das besonders Sorgen - der hat sehr strikte Compliance-Vorgaben und ich will da nichts riskieren.
Hat jemand von euch schon mal so einen Wechsel gemacht? Welche rechtlichen Fallstricke gibt es? Und wie kommuniziert man das am besten gegenüber den Kunden, ohne dass die denken, da ändert sich jetzt alles?
Wäre super dankbar für eure Erfahrungen. Will das ganze noch vor der Sommerpause durchziehen, damit ich im Herbst mit der neuen Struktur richtig durchstarten kann.
Danke schon mal!
Marcus
Hi Marcus,
ich hab 2019 genau das gleiche gemacht - von Einzelunternehmen zur GmbH. Bei den Verträgen war's tatsächlich komplizierter als gedacht. Du brauchst definitiv die Zustimmung aller Kunden für die Vertragsübertragung, das geht nicht automatisch. Besonders bei deinem Compliance-kritischen Großkunden würde ich das sehr proaktiv angehen.
Meine Erfahrung: Die meisten Kunden waren eigentlich sogar positiv überrascht, weil GmbH oft als "seriöser" wahrgenommen wird. Ich hab damals einen Brief geschickt mit der Info über die Umstellung und gleichzeitig betont, dass sich am Service nichts ändert - gleiche Ansprechpartner, gleiche Qualität etc.
Nur ein Kunde hat gemeckert wegen neuer Vendor-Prüfung, aber auch das war machbar. Lass dir von deinem Anwalt nen Mustertext für die Kundeninformation machen, das spart Nerven.
Timing vor der Sommerpause ist gut - dann haben alle Zeit sich daran zu gewöhnen. Viel Erfolg!
Claudia