Hi zusammen,
stehe vor einem größeren Kooperationsprojekt und bin etwas unsicher. Hab schon zwei Mal die Erfahrung gemacht, dass sich Partnerschaften nach monatelanger Arbeit in Luft aufgelöst haben. Beim ersten Mal hat der Partner plötzlich andere Prioritäten gesetzt, beim zweiten Mal kamen unterschiedliche Vorstellungen über die Gewinnverteilung erst viel zu spät auf den Tisch.
Jetzt steht wieder eine Kooperation an - diesmal mit einem etablierten Unternehmen für ein Sommerprojekt im Bereich nachhaltiger Kühllösungen. Die ersten Gespräche laufen super, aber ich will diesmal früher erkennen, wenn sich Probleme abzeichnen.
Worauf achtet ihr in den ersten Wochen einer Kooperation? Gibt es typische Verhaltensweisen oder Aussagen, die euch stutzig machen? Wie lange gebt ihr einem Partner Zeit, bis ihr konkrete Commitments seht?
Bin dankbar für eure Erfahrungen, bevor ich wieder Monate in etwas investiere, was von vornherein zum Scheitern verurteilt ist.
Kann Sarah nur zustimmen! Bei mir war's ähnlich - hatte letztes Jahr eine Kooperation wo der Partner ständig neue Ideen reingebracht hat, aber nie konkret wurde.
Was bei mir gut funktioniert: Nach spätestens 2 Wochen verlange ich einen schriftlichen Projektplan mit Meilensteinen. Wenn dann nur heiße Luft kommt oder ständig Ausreden, zieh ich den Stecker. Zeit ist Geld, besonders wenn man wie ich gerade den Sprung in die Vollselbständigkeit plant.
Und noch ein Tipp: Google die Leute mal richtig durch. Social Media, Impressum der Website, vorherige Projekte. Da stößt man manchmal auf interessante Sachen...
Jungs, ihr macht das viel zu kompliziert. Nach 40 Jahren Geschäft kann ich euch sagen: Wenn's sich komisch anfühlt, IST es komisch. Punkt.
Bei einer Kooperation sollte spätestens nach einer Woche alles auf dem Tisch liegen - Zahlen, Ziele, wer was macht. Alles andere ist Zeitverschwendung.
Aus meiner Erfahrung sind die ersten 2-3 Wochen entscheidend. Wenn der Partner bei konkreten Nachfragen ausweichend wird oder ständig "das besprechen wir später" sagt, ist das ein rotes Tuch. Gerade bei Gewinnverteilung und Verantwortlichkeiten sollte von Anfang an Klarheit herrschen.
Ein weiterer Punkt: Schau dir an, wie schnell sie auf E-Mails antworten und ob vereinbarte Termine eingehalten werden. Wer schon bei der Anbahnung unzuverlässig ist, wird es später nicht besser machen.
Bei meiner letzten Kooperation im Steuerbereich hat sich gezeigt, dass unterschiedliche Kommunikationsstile auch ein Hinweis auf grundsätzlich verschiedene Arbeitsweisen sind.