Moin zusammen,
stehe vor einer interessanten Situation und würde gerne eure Meinungen hören. Mein Startup (Maschinenbau-Komponenten für Klimaanlagen) soll mit einem anderen jungen Unternehmen (Software/IoT) zusammen ein intelligentes Kühlsystem entwickeln. Perfektes Timing für die Sommersaison, könnte man sagen.
Jetzt geht es um die Bewertung beider Unternehmen, bevor wir den Equity-Split festlegen. Mein Unternehmen existiert seit 2 Jahren, ist bootstrapped, hat 180k Jahresumsatz und 3 Mitarbeiter. Die haben erst vor 8 Monaten gegründet, 250k VC-Funding bekommen, aber noch keinen Umsatz.
Wie bewertet man so unterschiedliche Ausgangssituationen fair? Zählt nur der aktuelle Unternehmenswert oder auch der erwartete Beitrag zum gemeinsamen Projekt? Die bringen die Software-Expertise, wir die Hardware und Marktkenntnis.
Bin unsicher, ob klassische Startup-Bewertungsmethoden hier überhaupt greifen oder ob man ganz andere Kriterien anlegen sollte. Nach 40 Jahren Maschinenbau kenne ich mich mit Kooperationen aus, aber diese Equity-Geschichten sind für mich noch relativ neu.
Wer hat ähnliche Erfahrungen gemacht?
Hallo,
aus meiner Erfahrung von damals würde ich sagen: Nicht nur auf die aktuellen Zahlen schauen. Ihr bringt ja völlig unterschiedliche Assets mit - du hast Umsatz und Marktkenntnis, die haben frisches Kapital und Tech-Know-how.
Vielleicht macht es Sinn, den Equity-Split nicht nur nach heutiger Bewertung zu machen, sondern auch zu berücksichtigen, wer welchen konkreten Beitrag zum Joint Venture leistet. Also: Wer stellt wieviel Entwicklungszeit, Ressourcen, Kontakte zur Verfügung?
Bei uns damals haben wir zusätzlich Milestone-basierte Adjustments vereinbart. Falls einer der Partner deutlich mehr zum Erfolg beiträgt als ursprünglich geplant, kann sich der Split noch anpassen. Das nimmt etwas Druck raus bei der anfänglichen Bewertung.
Wobei ich ehrlich gesagt auch noch lerne, wie sich das Startup-Ökosystem in den letzten Jahren entwickelt hat. Die Bewertungsmodelle sind heute sicher anders als früher. Vielleicht solltet ihr euch einen erfahrenen Anwalt oder Berater dazu holen, der schon ähnliche Deals begleitet hat?
Viel Erfolg mit dem Projekt - klingt nach einer sinnvollen Kombination!