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Kooperationsvertrag kündigen - Fristlos oder ordentlich bei toxischem Partner?

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TalentHunter27
Beiträge: 3
Themenstarter
(@talenthunter27)
New Member
Beigetreten: Vor 1 Monat
[#8]

Hi zusammen,

sitze gerade ziemlich in der Sch... äh, schwierigen Situation. Hab vor 4 Monaten einen Kooperationsvertrag mit einem anderen Startup unterschrieben für gemeinsame Kundenakquise. Am Anfang lief alles super, aber mittlerweile ist das komplett toxisch geworden.

Mein Partner hält sich nicht an Absprachen, kommuniziert extrem schlecht und hat letzte Woche sogar versucht einen unserer gemeinsam gewonnenen Kunden direkt anzusprechen ohne mich zu informieren. Das war definitiv Vertragsbruch.

Jetzt will ich da raus, aber der Vertrag läuft noch 8 Monate und hat eine ordentliche Kündigungsfrist von 3 Monaten. Kann ich fristlos kündigen wegen Vertragsbruch? Oder muss ich die 3 Monate abwarten?

Das Problem: Wir haben für Juli/August ein gemeinsames Sommerprojekt geplant mit einem größeren Kunden. Wenn ich jetzt kündige, platzt das wahrscheinlich und der Kunde ist weg. Aber wenn ich bis Ende der regulären Frist warte, läuft mir der Partner vielleicht noch mehr Geschäft kaputt.

Hat jemand schon mal so eine Situation gehabt? Wie seid ihr da vorgegangen? Brauche ich unbedingt einen Anwalt oder kann man das auch selbst machen?

Danke schonmal!


1 Antwort
Andreas84
Beiträge: 10
(@andreas84)
Active Member
Beigetreten: Vor 1 Monat

Hey,

kenne solche Situationen leider zu gut - hab schon öfter Gründer beraten, die ähnliche Probleme hatten. Aus rechtlicher Sicht würde ich definitiv erstmal einen Anwalt konsultieren, bevor du fristlos kündigst. Das ist immer riskant und du musst den Vertragsbruch wasserdicht belegen können.

Mein Tipp: Dokumentier ALLES was bisher schiefgelaufen ist - E-Mails, WhatsApp-Nachrichten, Terminabsagen etc. Das Kundengespräch ohne dich ist schon mal ein guter Anfang.

Alternativ könntest du erstmal ein klärendes Gespräch führen und dabei aufnehmen (mit seiner Zustimmung natürlich). Manchmal reicht schon die Drohung mit fristloser Kündigung um den Partner zum Einlenken zu bewegen. Dann könntet ihr euch vielleicht auf eine einvernehmliche Auflösung einigen.

Das Sommerprojekt ist ärgerlich, aber besser du verlierst einen Kunden als dass dir der Partner das ganze Geschäft ruiniert. Toxische Partnerschaften kosten langfristig mehr Geld als sie bringen.

Falls du keinen Anwalt kennst, kann ich dir gerne jemanden empfehlen der auf Startup-Recht spezialisiert ist.

Lg Andreas


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