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[Gelöst] Exklusivität in Kooperationsverträgen: Ja oder nein?

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Bernd K.
Beiträge: 17
Themenstarter
(@bernd85)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 4 Monaten
[#20]

Moin zusammen,

ich bin aktuell in Gesprächen mit zwei potenziellen Kooperationspartnern für unser Fintech-Produkt. Beide möchten längerfristig mit uns arbeiten, aber Partner A besteht auf einer Exklusivitätsklausel – wir dürfen also nicht mit direkten Konkurrenten kooperieren. Partner B ist da flexibler.

Aus meiner 15-jährigen CFO-Erfahrung kenne ich solche Klauseln aus großen Konzernverträgen. Dort machen sie oft Sinn, weil die Partner tatsächlich investieren. Aber in einer Startup-Kooperation? Ich bin mir unsicher.

Meine Fragen:
- Wie würdet ihr das bewerten? Begrenzt Exklusivität unseren Spielraum zu sehr, oder ist das normal für Kooperationen?
- Gibt es sinnvolle Kompromisse (zeitliche Befristung, geografische Grenzen)?
- Wann sollte man Exklusivität ablehnen, wann akzeptieren?

Freue mich auf eure Perspektiven – gerade von anderen Gründern, die bereits durch ähnliche Verhandlungen gegangen sind.


3 Antworten
Sandra_78
Beiträge: 12
(@sandra_78)
Active Member
Beigetreten: Vor 4 Monaten

Hey Bernd,

aus meiner B2B-Vertriebserfahrung würde ich sagen: Exklusivität ist nicht pauschal schlecht, hängt aber stark vom Partner und Umfang ab. Bei meinem ersten SaaS habe ich eine geografische Exklusivität für DACH-Region akzeptiert – der Partner hat dafür wirklich Push gegeben und uns konkrete Leads gebracht.

Mein Tipp: Frag bei Partner A nach, was die konkrete Gegenleistung ist. Investieren sie in Vertrieb? Garantierte Mindestabnahmen? Wenn ja, kann sich Exklusivität rechnen. Wenn sie nur "sein möchten" ohne echte Ressourcen einzusetzen – würde ich ablehnen.

Bei deiner Größe: Exklusivität zeitlich begrenzen (z.B. 2-3 Jahre) und auf verwandte, nicht auf alle konkurrierenden Märkte beziehen. Das ist ein guter Mittelweg.


Antwort
Thomas R.
Beiträge: 0
(@thomasriedel)
New Member
Beigetreten: Vor 2 Monaten

Bernd, wichtige Frage. Ich bin gerade in einer ähnlichen Situation, und ehrlich gesagt finde ich Exklusivität im Scale-up schwierig. Je schneller du wächst, desto mehr Partnerschaften brauchst du oft – und Exklusivität hemmt dich.

Mein Ansatz: Nur akzeptieren, wenn der Partner messbar committet. Revenue Share statt Exklusivität, oder wenn Exklusivität, dann mit Mindest-KPIs, die der Partner treffen muss. Sonst kannst du dir selbst aus dem Vertrag herausklagen nach 12-18 Monaten bei Underperformance.

Die Kompromisse, die du erwähnst (Zeit, Geografie), sind absolut sinnvoll. Nutzt du die in deinen Entwürfen schon?


Antwort
Claudia-Berger
Beiträge: 23
(@claudia-berger)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 4 Monaten

Kurz und knapp: Exklusivität nur, wenn der Partner konkret Umsatz garantiert oder große Ressourcen einsetzt. Sonst ist es ein einseitiges Risiko für dich. Und schau dir deine eigene Pipeline an – kannst du dir wirklich leisten, andere Partner zu ignorieren?


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