Hey zusammen,
ich arbeite gerade an unserem HR-Tech-Produkt und bin in Gesprächen mit zwei etablierten HRIS-Anbietern. Beide haben Interesse signalisiert, aber beide sagen klar: Budget für Co-Marketing oder gemeinsame Sales-Efforts haben sie im Moment nicht. Das ist ehrlich gesagt frustrierend, wenn man weiß, dass eine richtige Partnerschaft beiden helfen würde.
Aber jetzt die Frage, die mich beschäftigt: Wie wertvoll ist es eigentlich, wenn wir eine native Integration anbieten – quasi unser Tech als Asset in die Kooperation packen, ohne dass Geld fließt? Ich meine, die Integration spart ihnen ja Entwicklungsarbeit und gibt ihren Kunden zusätzlichen Mehrwert. Kann man damit genug Leverage aufbauen, um trotzdem auf gemeinsame Kundengewinnung hinzuarbeiten?
Oder bin ich da naiv? Was sind eure Erfahrungen – habt ihr schon Kooperationen gemessen nach dem Muster: Tech-Investment statt Budget-Investment? Wie habt ihr das dann später skaliert?
Danke für ehrliche Meinungen.
Marcus K., das kenne ich aus meiner Arbeit mit Startups sehr gut. Ehrlich gesagt: Die reine Tech-Integration ist ein anfängliches Leverage-Tool, aber nicht dein eigentliches Verhandlungsmittel.
Was ich bei Due Diligence immer sehe – etablierte HRIS-Anbieter bewerten Integrationen eher nach "nice to have" als nach echtem ROI. Deine Entwicklungsarbeit ist für sie kostenlos, klar, aber das schafft keine gegenseitige Abhängigkeit.
Das Problem: Ohne Co-Selling-Effort bleibt die Integration einfach da, genutzt von wenigen. Für echte Skalierung brauchst du trotzdem Sales-Aktivität – ob die vom Partner kommen oder du musst sie selbst fahren.
Meine Empfehlung wäre, die Integration als Eintrittskarte zu nutzen, nicht als Zielline. Damit schaffst du Vertrauen. Dann konkret fragen: Was bräuchte es, damit sie tatsächlich ihre Kundenbasis anzusprechen? Oft sind es kleinere Budgets für Email-Kampagnen, die plötzlich erschwinglich werden, wenn die Integration schon läuft.
Ohne gegenseitiges Risk ändert sich da nämlich nix.