Hey zusammen,
ich bin gerade dabei, mein erstes Tech-Startup aufzubauen und gleichzeitig noch im angestellten Job tätig. Das ist ehrlich gesagt eine Herausforderung beim Zeitmanagement. Ich versuche, die Abende und Wochenenden sinnvoll zu nutzen, aber irgendwie schaffe ich es nie, wirklich fokussiert zu arbeiten.
Meine Frage ist eher grundsätzlich: Wie plant ihr eure Wochen und Tage, wenn ihr parallel noch andere Verpflichtungen habt? Ich habe viel über verschiedene Methoden gelesen – manche schwören auf strikte Strukturen, andere arbeiten sehr flexibel. Einige meiner Kontakte haben erwähnt, dass sie Timeboxing nutzen (feste Blöcke für Aufgaben), während andere mit flexibleren Ansätzen besser kommen.
Was hat bei euch praktisch funktioniert? Und habt ihr Tipps, wie man abends noch effektiv arbeiten kann, wenn man tagsüber schon beruflich eingespannt ist? Bin für jeden Input dankbar!
Lisa
Interessante Frage. Nach 3 Jahren im Startup-Alltag würde ich dir eher abraten, zu viel experimentelle Produktivitäts-Methoden zu testen – das kostet selbst Zeit. Wichtiger finde ich: Kenne deine Peak-Hours und schütze sie. Bei mir sind das die ersten 2 Stunden morgens, deshalb arbeite ich an den kritischen Startup-Aufgaben dort, nicht abends.
Zum Thema Struktur vs. Flexibilität: Im frühen Stadium ist klare Priorisierung wichtiger als irgendeine Methode. Timeboxing kann hilfreich sein, wenn du dich leicht ablenken lässt, aber es kann auch zu rigide wirken. Was bei dir fehlende Mitarbeiter betrifft – das ist letztlich auch ein Produktivitäts-Problem. Je früher du das strukturiert angehst, umso besser.
Marcus
Kann deine Situation gut nachvollziehen, Lisa – bin ja selbst in dieser Zwickmühle. Meine Erfahrung: Die beste Methode ist die, die du auch wirklich durchziehst. Bei mir funktioniert eine Mischung: Ich nutze Timeboxing für die ganz wichtigen Aufgaben (2-3 Stunden am Freitag- oder Samstagmorgen), aber die Rest-Planung halte ich bewusst flexibel, weil ich nach dem Job einfach zu erschöpft bin für starre Strukturen.
Was mir real hilft: Sonntag abend 30 Minuten für die Top-3-Ziele der nächsten Woche. Nicht mehr, nicht weniger. Dann kann ich in der Woche opportunistisch agieren, ohne völlig verloren zu sein. Und ehrlich? Manche Wochen schaffe ich nur 50% – das ist okay.
Schau dir mal meinen älteren Post an: Stellenanzeigen für Bootstrapper – dort habe ich auch über Delegation geschrieben. Das ist oft unterschätzt als Produktivitäts-Hebel.
Sebastian