Hey zusammen,
ich bin jetzt knapp drei Monate im HR-Tech-Startup unterwegs – nach 15 Jahren Corporate fühlt sich das noch surreal an. Aber ehrlich gesagt merke ich jetzt im August ein echtes Problem: Ich schiebe wichtige Entscheidungen zur Mitarbeitervergütung und zu Benefits immer weiter auf. Das sollte längst geklärt sein, wenn wir im September die ersten Leute einstellen wollen.
Die Gründe sind diffus – teilweise ist es Überwältigung (so viele Optionen: JobRad, bKV, Kinderbetreuung, remote-Setup...), teilweise bin ich unsicher, ob meine Entscheidungen überhaupt richtig sind. Und dann kommt noch hinzu, dass im Sommer einfach die Energie fehlt – nicht nur bei mir, auch weil Leute im Urlaub sind.
Wie geht ihr damit um? Habt ihr Techniken, um aus dieser Lähmung rauszukommen, wenn so viele Details zusammenhängen und man gleichzeitig Angst hat, was falsch zu machen? Oder ist es einfach Teil des Gründeralltags, die erste HR-Infrastruktur aufzuschieben?
Das erkenne ich aus meiner eigenen Planungsphase wieder – bei SaaS ist es ähnlich, nur mit Technical Decisions statt HR-Themen. Was mir geholfen hat: Nicht alles perfekt machen wollen. Wähl die Top 3 Benefits aus, die für deinen Talent Pool wirklich relevant sind, und mach den Rest später. JobRad ist cool, aber wenn du damit monatlich 2h Verwaltung hast und nur eine Person es nutzt, verschieb es um ein Jahr. Beim Einstellen hat die Sicherheit, dass der Founder weiß, was er will, mehr Gewicht als die perfekte Benefits-Liste. Setz dir eine Deadline (z.B. 31. August), danach ist fertig – nicht mehr überdenken. Das hat mir persönlich vom Grübeln befreit.
Kennst du das noch aus Corporate: Da gab's immer jemanden, der die Entscheidung trifft und du machst einfach mit. Als Founder bist du die Person – und das paralysiert einen schnell. Mein Tipp: Such dir einen Sparringpartner, der dich alle zwei Wochen mit konkreten Fragen abholt. "Welche zwei Dinge müssen bis 1. September stehen?" – und zack, fertig. Der externe Blick hilft, nicht in den Perfektionismus-Loop zu geraten. Plus: Erste Mitarbeiter sind die besten Feedback-Geber – wenn du dich um 20% drunter liegst bei einem Benefit, werden sie dir das sofort sagen.