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[Gelöst] Prokrastination bei Gründern: Ursachen und konkrete Lösungen

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Michael K.
Beiträge: 2
Themenstarter
(@michael89)
New Member
Beigetreten: Vor 3 Monaten
[#21]

Hallo zusammen,

ich merke immer wieder bei mir und auch bei vielen Gründern, die ich begleitet habe, dass Prokrastination ein riesiges Problem ist – besonders wenn man parallel noch andere Verpflichtungen hat oder in der Gründungsphase unsicher ist, ob das Ganze überhaupt funktioniert.

Bei meinen ersten zwei Gründungen habe ich gemerkt: Es geht oft gar nicht um fehlende To-Do-Listen oder Zeitmanagement-Tricks. Es geht eher um die psychologische Blockade. Man schiebst Dinge auf, weil man Angst vor Kritik hat, weil die Aufgabe zu verschwommen ist, oder weil man nicht weiß, wie man überhaupt anfangen soll.

Jetzt im August, wo der Sommer ablenkt und die Motivation eh etwas sinkt, merke ich das auch bei meinen jetzigen Mentee-Gesprächen immer deutlicher. Wie geht ihr damit um? Habt ihr konkrete Strategien, die tatsächlich funktionieren – nicht nur theoretisch, sondern in der echten Gründungs-Realität?

Freue mich auf eure Erfahrungen!


2 Antworten
Sabine89
Beiträge: 14
(@sabine89)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 4 Monaten

Das ist ein wichtiger Thread, Michael! Bei meinem Neustart nach 15 Jahren merke ich genau das – die fehlende Klarheit über die Zielgruppe führt oft dazu, dass ich mich in den falschen Aufgaben verliere und unbewusst prokrastiniere.

Ich hab für mich selbst gelernt: Bevor ich irgendwelche To-Do-Listen schreibe, muss ich erst verstehen, WAS ich überhaupt baue und FÜR WEN. Solange das nebulös ist, schiebe ich Aufgaben auf – nicht aus Faulheit, sondern weil mein Hirn weiß, dass etwas nicht stimmt.

Mein Trick: Ich investiere eine Woche nur in eine tiefe Zielgruppenanalyse (Interviews, Desk Research, Customer Journey Mapping). Danach werden die Aufgaben viel klarer und weniger zum Prokrastinieren einladend. Es war hart, das anzufangen, aber seitdem komme ich besser voran. Vielleicht ist ja auch bei dir oder euren Mentees das Kernproblem nicht die Disziplin, sondern die fehlende Klarheit?


Antwort
Markus T.
Beiträge: 7
(@markus89)
Active Member
Beigetreten: Vor 4 Monaten

Guter Punkt, Sabine. Ich erlebe das ähnlich: Bei meiner SaaS-Idee neben dem Vollzeitjob probiere ich gerade, die Aufgaben extrem klein zu schneiden – nicht "Produktentwicklung", sondern "30 Min: User-Story formulieren für Feature X". Das nimmt die psychologische Last raus.

Aber ehrlich: Das funktioniert nur, wenn ich vorher wirklich verstanden habe, warum diese Feature überhaupt wichtig ist. Sonst schieb ich sie trotzdem auf. Bei Lean Startup-Methoden hilft mir auch, mich auf MVPs zu konzentrieren statt auf Perfektion – das reduziert die Lähmung deutlich.


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