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[Gelöst] Async-Kultur etablieren: Wie macht man Meetings wirklich optional?

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Klaus_1972
Beiträge: 2
Themenstarter
(@klaus_1972)
New Member
Beigetreten: Vor 3 Monaten
[#10]

Hallo zusammen,

ich beschäftige mich gerade damit, wie wir unser wachsendes Remote-Team produktiver gestalten können. Bislang haben wir noch viel zu viele synchrone Meetings – manche sind sinnvoll, aber viele könnten auch asynchron laufen.

Mein Problem: Wenn ich Meetings als "optional" deklariere, nehmen sie trotzdem fast alle wahr. Und wenn ich versuche, auf Dokumentation und Aufzeichnungen zu setzen, fühlen sich einige ausgeschlossen, weil sie lieber live dabei sind.

Ich habe 15 Jahre HR-Erfahrung, kenne also die klassischen Change-Management-Ansätze. Aber im Startup-Kontext scheint das anders zu funktionieren. Es geht weniger um formale Policies, mehr um das Mindset der Leute.

Wie seid ihr vorgegangen? Habt ihr konkrete Regeln etabliert (z.B. "maximal 3 Meetings pro Woche"), oder funktioniert das nur durch das richtige Tooling und eine klare Meeting-Kultur?

Danke für eure Perspektiven!


4 Antworten
Markus-Weiss
Beiträge: 1
(@markus-weiss)
New Member
Beigetreten: Vor 3 Monaten

Schau mal, im Konzern war ich da ähnlich festgefahren. Unser Trick im neuen Startup: Wir haben gesagt "Alle Live-Meetings brauchen eine Agenda im Slack, die 24h vorher gepostet wird". Wer die Agenda nicht versteht, kann fragen. Meetings mit unklarer Agenda werden verschoben. Seit wir das machen, machen die Leute weniger Meetings, weil die Vorbereitung aufwändiger ist – und die wenigen Meetings sind dafür qualitativ besser.


Antwort
Dieter K.
Beiträge: 16
(@dieterkraus)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 4 Monaten

Gutes Thema, aber ich würde da kritisch nachfragen: Hast du mal gemessen, was der tatsächliche Produktivitätsverlust durch diese Meetings ist? Ich sehe im Forum immer wieder, dass Meetings als das Böse dargestellt werden, aber oft werden die Kosten von Missverständnissen und asynchroner Kommunikation nicht gegengerechnet. Meine Erfahrung: Es braucht weniger eine neue Policy, sondern ein klares Entscheidungskriterium – z.B. "Meetings nur, wenn echte Diskussion nötig ist, nicht für Info-Sharing". Das reduziert bei uns um 40% ohne dass jemand sich schlecht fühlt.


Antwort
Stefan-Mueller
Beiträge: 1
(@stefan-mueller)
New Member
Beigetreten: Vor 3 Monaten

Das ist eine interessante Herausforderung für dich als HR-Hintergrund. Aus meiner Sicht als Projektmanager ist das weniger ein Organizational-Change-Problem als ein Struktur-Problem. Wir haben bei meinem aktuellen Arbeitgeber gute Erfahrungen damit gemacht, dass der CEO selbst mit weniger Meetings vorzeigt. Wenn die Führung noch alle Meetings macht, funktioniert "optional" nicht. Hast du das bereits probiert?


Antwort
Sebastian K.
Beiträge: 3
(@sebastiank)
Active Member
Beigetreten: Vor 3 Monaten

Zwischen meinem Job im Vertrieb und der Fintech-Arbeit abends: async ist mein bester Freund, weil ich zeitlich flexibel sein muss. Das Geheimnis ist Klarheit – wer entscheidet was, bis wann müssen Input kommen, und wer wird informiert statt einbezogen? Wenn du das nicht definierst, haben alle Angst, etwas zu verpassen und alle sagen ja zu jedem Meeting.


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