Hallo zusammen,
ich bin dabei, meine SaaS-Idee zu konkretisieren und stehe vor einer strategischen Frage bezüglich der Kontostruktur. Nach 15 Jahren im traditionellen Mittelstand bin ich es gewohnt, dass alles über ein zentrales Geschäftskonto läuft.
Jetzt überlege ich aber, ob es für mein digitales Startup sinnvoll wäre, mehrere Geschäftskonten zu führen. Konkret plane ich:
- Einen B2B-SaaS-Service für Automatisierung
- Eventuell später noch Consulting-Services
- Möglicherweise auch White-Label-Lösungen
Im Sommer will ich mit den ersten Pilotprojekten starten und frage mich: Sollte ich von Anfang an getrennte Konten für die verschiedenen Geschäftsbereiche einrichten? Oder macht das erst bei größeren Volumina Sinn?
Aus dem Mittelstand kenne ich das so, dass man alles zentral bündelt. Aber bei digitalen Startups läuft das vielleicht anders? Welche Vor- und Nachteile seht ihr bei einer Aufteilung?
Besonders interessiert mich auch der buchhalterische Aufwand - wird das nicht unnötig komplex mit mehreren Konten?
Danke für eure Erfahrungen!
Markus
Hey Markus,
aus meiner Sicht würde ich dir erstmal zu einem zentralen Geschäftskonto raten. Ich bin auch nach längerer Pause wieder ins Unternehmertum eingestiegen und habe gemerkt, dass man sich als Gründer schnell verzettelt, wenn man von Anfang an alles überkompliziert.
Du bist ja noch in der Pilotphase - da macht es mMn keinen Sinn, schon mehrere Konten zu führen. Der administrative Aufwand steigt überproportional und dein Steuerberater wird auch nicht begeistert sein von dem Chaos. Außerdem kennst du doch noch gar nicht genau, wie sich deine Geschäftsbereiche entwickeln werden.
Was ich dir empfehlen würde: Fang mit einem Konto an und nutze die Verwendungszwecke sehr konsequent für die Buchführung. Die meisten modernen Geschäftskonten haben heute eh gute Kategorisierungsfunktionen.
Wenn dann nach 1-2 Jahren wirklich deutlich getrennte Geschäftsbereiche entstehen oder du sogar separate Gesellschaften gründest, kannst du immernoch aufteilen. Aber jetzt würde ich die Energie lieber ins Kernprodukt stecken.
Viel Erfolg mit dem SaaS-Projekt!
Gruß
Christian