Hallo zusammen,
ich beschäftige mich gerade intensiv mit der Frage, wie ich mein Geld in der aktuellen Situation am besten anlege. Die Inflation macht mir echt Sorgen - mein Sparbuch bringt praktisch nichts mehr und das Geld verliert gefühlt jeden Tag an Wert.
Bin jetzt am überlegen zwischen zwei Optionen: Entweder in Aktien investieren (ETFs oder Einzeltitel) oder eine Immobilie als Investment kaufen. Beide sollen ja angeblich Inflationsschutz bieten, aber ich bin mir unsicher welcher Weg der bessere ist.
Bei Aktien gefällt mir die Flexibilität - kann theoretisch schnell raus wenn's schlecht läuft. Andererseits schwanken die Kurse extrem und gerade jetzt wo die Zinsen steigen ist das ja nicht gerade optimal. Bei Immobilien höre ich immer "Betongold", aber die Preise sind schon ziemlich hoch und dann kommen noch Nebenkosten, Instandhaltung etc. dazu.
Wie seht ihr das? Hat jemand Erfahrungen mit beiden Anlageklassen in inflationären Zeiten? Worauf sollte ich besonders achten?
Danke für eure Einschätzungen!
Kurz und knapp: Aktien. Immobilien sind aktuell einfach zu teuer und die Zinswende macht's nicht besser.
Bei der ganzen Diskussion hier vergessen viele auch die praktischen Aspekte - Immobilie bedeutet Arbeit, Ärger mit Mietern, Reparaturen usw. Das will ich ehrlich gesagt nicht.
Also ich bin da eher skeptisch bei Immobilien aktuell. Die Preise sind wirklich extrem hoch, die Zinsen steigen und in vielen Regionen platzt gerade die Blase.
Aktien sind meiner Meinung nach trotz der Volatilität die bessere Wahl. Du kannst global diversifizieren, verschiedene Branchen abdecken und bist nicht an einen Standort gebunden. Außerdem ist die Liquidität ein riesen Vorteil - versuch mal schnell eine Immobilie zu verkaufen wenn du das Geld brauchst.
Bei der Inflation würde ich auf Unternehmen setzen, die ihre Preise weitergeben können - also starke Marken, Technologie-Firme oder auch Rohstoffunternehmen. Ein World-ETF macht das automatisch für dich.
Interessante Frage! Ich sehe das etwas differenzierter als meine Vorredner.
Inflation ist tatsächlich ein komplexes Thema für Geldanlagen. Bei Aktien kommt es stark darauf an, welche Art von Unternehmen du wählst. Firmen mit hohen Fixkosten und wenig Preissetzungsmacht leiden oft unter Inflation. Andererseits können Rohstoffproduzenten oder Unternehmen mit starker Marktposition profitieren.
Bei Immobilien ist der Inflationsschutz nicht automatisch gegeben. Ja, die Mieten steigen oft mit der Inflation, aber auch die Bewirtschaftungskosten. Und wenn die Zinsen stark steigen, können die Preise fallen - auch bei Inflation.
Mein Ansatz wäre methodischer: Erst die eigene Risikotoleranz und den Anlagehorizont definieren, dann entsprechend diversifizieren.
Hey ZahlenProfi52,
kann deine Überlegungen gut nachvollziehen. Aus meiner Sicht ist die Entscheidung sehr individuell und hängt von mehreren Faktoren ab.
Bei Aktien bzw. ETFs hast du recht - die Flexibilität ist ein großer Vorteil. Gerade in unsicheren Zeiten kann das Gold wert sein. Historisch gesehen haben Aktien langfristig auch bei höherer Inflation gut performt, allerdings mit deutlichen Schwankungen zwischendurch.
Immobilien sind tatsächlich ein klassischer Inflationsschutz, aber wie du sagst - die Einstiegshürden sind hoch. Plus: Du musst dich um Verwaltung, Reparaturen etc. kümmern oder einen Verwalter bezahlen.
Mein Tipp: Warum nicht diversifizieren? Ein Mix aus beidem könnte sinnvoll sein. Vielleicht 70% ETFs und 30% für eine kleinere Immobilie oder REIT? So hast du Flexibilität UND Sachwerte.