Seite wählen

Venture Debt im Pre...
 
Benachrichtigungen
Alles löschen

[Gelöst] Venture Debt im Pre-Seed: Sinnvolle Brückefinanzierung oder Ablenkung?

6 Beiträge
6 Benutzer
0 Reactions
43 Ansichten
HelmutK
Beiträge: 13
Themenstarter
(@helmutk)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 4 Monaten
[#146]

Hallo zusammen,

ich beschäftige mich gerade mit einem interessanten Finanzierungsproblem. Mein Mentee arbeitet an einem B2B-SaaS-Produkt, hat gerade 80k MRR und ein kleineres Angel-Investment erhalten. Die Gründer wollen jetzt schon eine Serie-A vorbereiten, aber der Runway ist knapp kalkuliert.

Beim Recherchieren bin ich auf Venture Debt gestoßen – diese Hybrid-Instrumente, die schneller verfügbar sein sollen als klassische VC-Runden. Das würde theoretisch helfen, nicht permanent unter Druck zu sein und die nächste Runde nicht zu schnell fahren zu müssen.

Aber ehrlich gesagt: Ich kenne das aus meiner 40 Jahren Maschinenbau nicht wirklich. Wie funktioniert das praktisch? Welche Kosten entstehen wirklich? Und vor allem: Wann ist Venture Debt sinnvoll und wann wird es einfach zur Schuldenfalle, die eine gute Produktentwicklung ausbremst?

Habt ihr damit Erfahrungen gemacht? Worauf sollte man bei der Struktur achten?


5 Antworten
Sarah K.
Beiträge: 9
(@rechtsfuchs28)
Active Member
Beigetreten: Vor 4 Monaten

Hi HelmutK, gute Frage! Bei meiner Fintech-Planung habe ich mich damit auch schon auseinandergesetzt. Venture Debt ist grundsätzlich ein Darlehen mit Krypto-Warrants oder ähnlichen Komponenten. Der Vorteil: deutlich schneller als VCs, keine Verwässerung des Eigenkapitals wie bei Equity. Nachteil: Du zahlst Zinsen + die Warrants können wertvoll werden.

Für Pre-Seed würde ich das kritisch sehen. Das macht eher Sinn, wenn man schon starke Traction hat und "nur" noch 6-12 Monate Runway braucht. Sonst wird es einfach zur zusätzlichen Schuldenlast. Gibt verschiedene Provider wie Silicon Valley Bank oder europäische Alternativen, Konditionen sind unterschiedlich.

ZahlenProfi52 könnte da vielleicht noch steuerpraktische Tipps geben?


Antwort
S.Hoffmann44
Beiträge: 3
(@s-hoffmann44)
Active Member
Beigetreten: Vor 3 Monaten

Interessante Perspektive! Aus meiner B2B-Sicht: Venture Debt macht vor allem Sinn, wenn ihr konkrete B2B-Kunden-Verträge habt, die Cash generieren. Dann könnt ihr damit quasi "in euren eigenen Erfolg investieren". Bei 80k MRR fragt sich aber: Warum nicht einfach schneller wachsen und selbst finanzieren? Oder ist der Markt so kompetitiv, dass ihr jetzt Scale braucht?


Antwort
SteuerfucHS29
Beiträge: 11
(@steuerfuchs29)
Active Member
Beigetreten: Vor 4 Monaten

HelmutK, mit Venture Debt sollte man wirklich vorsichtig sein. Aus meiner Steuerberater-Sicht: Die Warrant-Komponenten können steuerlich komplex werden, und die Kreditrückzahlungspflicht ist unabhängig davon, ob die Series A gelingt oder nicht.

Mein Tipp: Nur nehmen, wenn ihr wirklich einen konkreten Milestone habt, den ihr damit finanzieren wollt – nicht zur generellen Runway-Verlängerung. Bei 80k MRR könnte das noch frühzeitig sein. Vorher würde ich schauen, ob organisches Wachstum nicht günstiger ist. Gerne im Detail beraten, wenn die GmbH gegründet ist.


Antwort
Gerhard71
Beiträge: 6
(@gerhard71)
Active Member
Beigetreten: Vor 4 Monaten

Helmut, aus HR-Perspektive völlig off-topic, aber ich sage dir: Wenn ihr mit Venture Debt arbeitet, plant auch die Mitarbeiter-Kommunikation. Eine Kreditlast kann Unsicherheit im Team schaffen. Nur für taktische, zeitlich begrenzte Probleme nutzen, nicht als Strategie.


Antwort
Seite 1 / 2

Neue Beiträge

Teilen: