Hey zusammen,
ich arbeite im E-Commerce und sehe gerade, wie viele Gründer ChatGPT, Claude und Co. für die Produktentwicklung einsetzen – ohne dass ich bisher wirklich gemessen habe, wo die echten Kostenersparnisse liegen. Klar, für Copywriting und erste Wireframes ist das praktisch, aber ich frage mich: Ersetzen diese Tools wirklich teure Entwickler oder Designer, oder ist das nur eine Illusion?
Mein Fokus liegt auf der Wettbewerbsanalyse – ich nutze regelmäßig Tools, um zu sehen, wie Konkurrenten ihre Produkte entwickeln und iterieren. Dabei fällt auf: Viele junge Gründer, die ohne VC-Mittel arbeiten, scheinen massiv Zeit mit KI-Experimenten zu verbringen, aber am Ende zahlen sie trotzdem für spezialisierte Entwicklung.
Meine konkrete Frage: Für welche Phasen der Produktentwicklung (Ideation, Prototyping, MVP-Coding, Design) lohnt sich der Einsatz von KI wirklich – gerade wenn man das Bootstrapping ernst nimmt? Und wo werdet ihr dann doch wieder zum Profi? Erfahrungen, Fallbeispiele, auch negative – bin offen dafür.
Bin ehrlich: Nebenher an meiner Fintech arbeiten und abends ChatGPT zu nutzen hat mir viel Zeit gespart. Aber ich merke auch schnell die Grenzen – besonders bei komplexer Business Logic. Für die wenigen Stunden, die ich pro Woche habe, ist KI Gold wert. Mit dem gesparten Budget und der Zeit konnte ich erste Designs und Doku fertig machen. Das hätte sonst Monate gedauert. Zeitmanagement ist sowieso das größere Problem für mich.
Als CTO würde ich differenzieren: KI-Tools für Automatisierung und Code-Generation helfen uns bei HR-Tech massiv – gerade bei repetitiven Aufgaben im Backend. Aber für die bKV-Integration, wo Compliance und Datenverarbeitung kritisch sind, brauchst du erfahrene Menschen. Das kann man nicht einfach Claude machen lassen. Mein Tipp: Nutze KI für 70% der Routine-Entwicklung, investier das gesparte Geld aber in Code-Review und Architecture. Sonst zahlst du später drauf. Für MVP reicht es, für Skalierung nicht.