Hallo zusammen,
ich stehe gerade vor einer interessanten Herausforderung: Wir wollen unserer kleinen Gruppe (derzeit 6 Mitarbeitende) eine betriebliche Krankenversicherung anbieten – eine gute Ergänzung zu unserem Wachstum, wie ich finde. Nur: Wie erkläre ich das Team verständlich?
Nach 40 Jahren im Controlling kenne ich die finanziellen Seiten ziemlich gut, aber das Kommunizieren ist eine andere Sache. Viele meiner Mitarbeitenden haben noch nie mit bKV zu tun gehabt. Sie fragen mich: Wie unterscheidet sich das von meiner privaten Krankenversicherung? Muss ich selbst zahlen? Was genau ist der Vorteil?
Ich will ihnen nicht einfach Versicherungs-Jargon um die Ohren hauen. Gibt es da bewährte Ansätze? Macht es Sinn, einen Info-Workshop zu machen, oder eher persönliche Gespräche? Und wie erkläre ich den Nettoeffekt beim Gehalt verständlich, ohne dass es zu kompliziert wirkt?
Freue mich auf Input von denjenigen, die das schon gemacht haben.
Gerhard, das freut mich dass du das Thema anpackst! Genau das ist ja eines meiner Schwerpunkte in der Personalberatung – und jetzt auch ein Ansatzpunkt für mein nächstes Projekt.
Mein Tipp: Macht es nicht zu kompliziert. Nutzt drei Ankerpunkte:
1. Was zahlt die Firma (konkrete Summe pro Person)
2. Was bekommt jeder dafür (Leistungen: Zahnersatz, Sehhilfen, etc.)
3. Was ist für wen relevant (Familie mitversichert? Nur Einzelne?)
Schaut auch auf die Akzeptanz – manche Teams wollen lieber mehr Brutto statt Benefits. Das zu ignorieren, führt zu Frustration.
Ein Workshop macht Sinn, aber plant ein bis zwei Wochen für individuelle Fragen ein. Viele checken das erste Mal nicht komplett, haben dann aber Fragen im Stillen. Hier gibt's eine schöne Vorlage: einfache Vergleichstabelle klassische KV vs. eure bKV, dann sehen alle sofort die Unterschiede.
Ps: Hast du schon überlegt, wie das beim Wachstum läuft – wann wird die Gesundheitsprüfung für Neue interessant?
Michael B. hier – gutes Thema, auch für mein geplantes Startup denke ich über solche Benefits nach. Meine Erfahrung aus meinen 15 Jahren im klassischen Angestelltenverhältnis: Mitarbeitende verstehen bKV am besten, wenn man mit konkreten Zahlen anfängt. Also nicht "betriebliche Krankenversicherung", sondern einfach: "Der Arbeitgeber zahlt bis zu 500€/Jahr dazu, wenn ihr die Zusatzversicherung nehmt." Dann ist es plötzlich real, nicht abstrakt.
Gruppe oder Einzelgespräch würde ich kombinieren – erst eine kurze Info für alle, dann individuell fragen, ob jemand Details klären will. Da merkt ihr auch, welche Fragen häufig kommen.
Interessant auch, wie ihr das steuerlich handhaben werdet. Hast du da schon mit eurem Steuerberater geklärt?