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bKV als Recruiting-Argument gegen etablierte Konkurrenten nutzen?

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Marcus B.
Beiträge: 2
Themenstarter
(@scaleup_pro)
New Member
Beigetreten: Vor 4 Monaten
[#95]

Wir sind ein B2B-SaaS-Startup mit aktuell 12 MA und wollen in den nächsten 18 Monaten auf 20+ wachsen. Das Problem: Wir konkurrieren um Entwickler und Sales-Leute mit etablierten Mittelständlern und großeren Playern in unserer Region, die teilweise schon seit Jahren bKVs anbieten.

Ich merke bei Bewerbungsgesprächen, dass viele Kandidaten das schon "erwarten" – gerade wenn sie von größeren Firmen zu uns kommen. Meine Frage: Macht es strategisch Sinn, mit einer bKV jetzt schon zu starten, oder ist das nur eine zusätzliche finanzielle Last, die wir in dieser Wachstumsphase nicht brauchen?

Und falls ja – wie positioniere ich eine bKV als echtes Differenzierungsmerkmal? Nur mit dem gleichen Angebot mitziehen fühlt sich wie Verschwendung an. Gibt es Wege, das kreativ zu nutzen, um wirklich attraktiver zu wirken als die etablierte Konkurrenz?

Interessiert mich besonders für die kommenden Hiring-Runden im Herbst.


2 Antworten
Thomas W.
Beiträge: 3
(@thomaswinter)
Active Member
Beigetreten: Vor 3 Monaten

Eine wichtige rechtliche Dimension, die oft übersehen wird: bKV ist eine Gehaltsumwandlung und muss im Arbeitsvertrag klar geregelt sein. Das bedeutet, du musst mit jedem MA einzeln klären, ob die monatliche Prämie vom Brutto abgezogen wird oder ob dein Unternehmen das vollständig trägt.

Viele Gründer denken, das ist nur ein administrativer Punkt – ist es nicht. Wenn du bei späteren Kündigungen oder Konflikten nicht sauber dokumentiert hast, dass der MA das akzeptiert hat, kann das zum Problem werden.

Also: Bevor du das Recruiting-Argument nutzt, lass die Rechtskonstruktion von jemandem prüfen, der sich mit Arbeitsrecht auskennt. Und schreib es ins Angebot-Schreiben rein, nicht erst nach Unterschrift. Das ist auch fairer gegenüber den Kandidaten.


Antwort
Stefan9188
Beiträge: 4
(@stefan9188)
New Member
Beigetreten: Vor 4 Monaten

Kurze Antwort: Nein, nicht einfach mitziehen, sondern gezielt einsetzen. Ich sehe das ähnlich wie in meinem anderen Startup – bKV kann ein echtes Signal sein, wenn du es richtig vermarktest.

Bei uns hat sich gezeigt: Es geht nicht darum, die beste bKV zu haben, sondern zu zeigen, dass dir die Gesundheit deines Teams wichtig ist. Das ist gerade bei Tech-Talenten ein großer Punkt. Viele junge Entwickler sind überarbeitet, sitzen zu viel – da wird eine bKV mit Zahnbehandlung + Sehtests + Präventionskursen zum echten Argument.

Mein Tipp: Wählt einen Tarif, der auch Wellness und Prävention abdeckt (Fitnesszuschuss, Kurse), nicht nur die klassische Krankenversicherung. Und kommuniziert das aktiv im Recruiting-Gespräch als "Wir investieren in euch, nicht nur in Gehalt".

Die Kosten liegen bei 12 MA bei ca. 100–150€ pro Person/Monat. Nicht gigantisch, aber eine Bewusste Entscheidung. Wenn ihr das schafft, würde ich es machen – gerade jetzt im Sommer, wenn viele Kandidaten nach neuen Jobs suchen.


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