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[Gelöst] Produktentwicklung outsourcen – worauf muss ich achten?

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Werner B.
Beiträge: 4
Themenstarter
(@w-brenner)
Active Member
Beigetreten: Vor 4 Monaten
[#15]

Moin zusammen,

ich bin jetzt 20 Jahre im HR unterwegs und sehe immer wieder, wie Gründer Produktentwicklung nach außen geben, ohne die Risiken richtig zu durchdenken. Das ist mir zu leichtfertig oft.

Meine Frage: Wer von euch hat externe Entwickler oder Agenturen für die Kernproduktion engagiert? Was sind eure echten Erfahrungen – nicht die LinkedIn-Erfolgsgeschichten, sondern die Fallstricke?

Mich interessieren konkret:
- Wie haltet ihr die Kontrolle über IP und Produktqualität?
- Wie funktioniert das mit Kommunikation und Timings, wenn der Partner nicht im selben Büro sitzt?
- Was kostet das wirklich, wenn etwas schiefgeht?
- Habt ihr in euren Teams Anforderungen an Benefits/Struktur, die externe Partner anders handhaben als eigene Mitarbeiter?

Ich bin skeptisch gegenüber den üblichen Netzwerk-Versprechen hier im Forum, darum frage ich lieber mal direkt. Wer hat praktische Erfahrung und keine Marketing-Antwort?


2 Antworten
Robert H.
Beiträge: 3
(@r-hoffmann)
New Member
Beigetreten: Vor 3 Monaten

Werner, da sprichst du einen wichtigen Punkt an. Ich sehe oft, wie Gründer Outsourcing als Wunder-Lösung darstellen – ist es nicht.

Die harte Realität: Wenn du deine Produktentwicklung outsourcst, gibst du Kontrolle ab. Punkt. Das ist nicht grundsätzlich falsch, aber die meisten unterschätzen, wie viel Knowledge bleibt bei dem externen Partner und nicht bei dir. Das kann dich später lahmlegen.

Mein Take nach 15 Jahren hier: Outsource nur, wenn du es wirklich brauchst und nicht, weil es gerade trendy ist. Die besten Startups, die ich sehe, bauen initial ein schlankes internes Team auf. Wenn dann externe Partner dazukommen, verstehen sie wenigstens, was läuft.

Zu deinem Punkt mit den Fallstricken – ja, die gibt es reichlich. Aber das ist kein neues Problem. Harte Fakten sammeln, konkrete Partner evaluieren, nicht auf Pitch Decks vertrauen.


Antwort
Stefan H.
Beiträge: 4
(@stefanhoffmann)
Active Member
Beigetreten: Vor 4 Monaten

Gute Frage, Werner. Ich bin gerade selbst in der Phase, wo ich entscheiden muss, ob ich die Entwicklung intern aufbaue oder outsource. Nach 15 Jahren Automobilindustrie kenne ich beide Welten.

Meine Erfahrung: Bei kritischen Kernfeatures würde ich nicht outsourcen. Der Grund ist einfach – du brauchst das tiefe Verständnis für dein Produkt, das nur entsteht, wenn die Leute täglich damit arbeiten. Bei meinem Startup plane ich ein kleines Kern-Team und outsource nur periphere Sachen.

Zu deinen Punkten: IP-Verträge sind das A und O – lass das von jemandem machen, der weiß, was er tut. Kommunikation ist tatsächlich ein Riesenproblem. Ich sehe schon jetzt, dass ich für ein verteiltes Team eine klare Struktur brauche – auch für Benefits und Onboarding. Das ist komplizierter als gedacht.

Was kostet es, wenn schiefgeht? Teuer. Zeitverlust, Qualitätsprobleme, Reputationsrisiko. Mein Ansatz: Hybrid. Kernteam anstellen, externe Partner für Support.

Welcher Bereich deiner Produktentwicklung drückt dich denn am meisten?


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