Hey zusammen, ich bin nach einer langen Pause wieder dabei und möchte ein neues Startup aufbauen. Damals war alles noch viel analoger – jetzt sehe ich, wie viel sich getan hat mit No-Code-Tools und KI.
Meine Frage ist ehrlich gemeint: Wie viel Geld sollte ich für einen ersten, funktionsfähigen Prototyp einplanen? Meine Idee ist ein B2B-Tool für kleine Agenturen (SaaS-ähnlich), aber ich habe keine aktuelle Erfahrung mit modernen Entwicklungskosten.
Soll ich selbst coden lernen (No-Code), einen Freelancer beauftragen oder doch einen Developer als Co-Founder suchen? Im Moment bin ich noch vollzeit angestellt, kann also nicht viel risikieren. Ich will schnell validieren, ob das Konzept funktioniert, ohne 10k+ auszugeben.
Was sind eure aktuellen Erfahrungswerte? Wie skaliert ihr später von einem Billig-Prototyp zu einem produktionsreifen System, ohne alles noch mal neu zu bauen?
Danke für ehrliche Antworten!
Gutes Timing mit der Frage – das SaaS-Ding ist mittlerweile deutlich günstiger geworden. Bei mir selbst (siehe meinen alten Thread zu Teamaufbau): Ich hab meinen ersten Prototyp mit ca. 2-3k€ über 2-3 Monate Freizeit hochgezogen, weil ich selbst entwickle. Das war aber mit Tech-Background.
Deine Optionen:
1. **Freelancer + No-Code-Hybrid** (~3-5k): Zapier/Make für Automation, dann einen Frontend-Dev für UI. Schnell, aber später schwer zu skalieren.
2. **Full Freelancer** (~8-15k): Bekommst sauberer Code, musst aber gut briefen und viel Zeit für Reviews investieren.
3. **Co-Founder suchen** (0€ direkt): Zeit-Investment ist höher, aber dafür hast du jemanden der wirklich drin steckt.
Für B2B-Tool würde ich ehrlich sagen: Geh mit Freelancer + klarem Scope los. 5-8k Budget, 4 Wochen Timeline, dann 20 Live-Kunden testen. Danach weißt du, ob's funktioniert oder nicht.
Mach keine Tech-Debt-Fehler beim Prototyp – Code muss später wartbar sein, auch wenn's schnell gehen muss.
Würde Markus zustimmen, aber noch ein rechtlicher Punkt: Wenn du Freelancer nutzt und später skalierst – kläre die IP-Rechte schon jetzt vertraglich. Habe in meinem anderen Thread über nebenberufliche Gründung schon geschrieben, wie wichtig das ist.
Zum Budget: 5-8k halte ich für realistisch, aber rechne auch mit 20-30% Puffer ein. Freelancer-Offerten sind oft optimistisch.
Eine schnelle Frage zurück: Bist du allein unterwegs oder schon mit jemandem? Das ändert die Strategie erheblich – und die steuerliche Situation übrigens auch.