Hey zusammen, ich bin relativ neu hier und arbeite gerade an meinem ersten Startup. Wir haben ein B2B SaaS-Produkt, das wir international skalieren wollen - also nicht nur Deutschland, sondern von Anfang an auch in den USA und UK anpeilen.
Derzeit stehe ich vor der Frage: Sollen wir mit No-Code/Low-Code Tools wie Bubble oder FlutterFlow starten, um schnell MVP zu bauen und erste Kunden zu gewinnen? Oder investieren wir lieber sofort in klassische Entwicklung mit einem Tech-Team?
Das Ding ist: Ich habe begrenzte Ressourcen und möchte nicht monatelang entwickeln, nur um dann festzustellen, dass der Markt das gar nicht will. Andererseits lese ich überall, dass No-Code später zum Problem wird, wenn man skaliert.
Wie seht ihr das? Gibt es Erfahrungen von euch, wo No-Code in einem internationalen Kontext funktioniert hat? Und welche Fallstricke sollte ich kennen?
Hey S.Weber, gute Frage. Aus meiner Erfahrung als Backend-Lead würde ich sagen: kommt auf dein Use-Case an. Für reine Datenverwaltung und Standard-Flows ist No-Code absolut ausreichend. Ich hab gesehen, dass Bubble für einfache B2B-Tools super funktioniert - schnell, günstig, validiert Hypothesen. Problem bei internationalen Skalierungen: Performance, Compliance (GDPR ernst nehmen!), Custom Integrationen. Bei uns im Team evaluieren wir gerade auch No-Code-Lösungen für interne Tools und ich muss sagen, die Grenzen merkt man schnell, sobald du mehr als 5k MAU hast. Meine Empfehlung: No-Code für MVP, aber mit einer klaren Architektur-Strategie für Migration zu klassischer Dev. Das ist teuer, aber nicht unmöglich.
Halt mal, S.Weber - ich will dich nicht demotivieren, aber die ganze No-Code-Euphorie halte ich für überbewertet, vor allem international. Ich hab mir vorher diesen Thread angeschaut, den ich selbst gestartet hab ("Erste Mitarbeiter einstellen: Worauf wirklich achten?"), und das Problem ist: Wenn du mit No-Code startest und dann schnell wachsen willst, brauchst du ohnehin einen Senior-Dev, der dein Frankensteinsystem in Ordnung bringt. Das kostet am Ende mehr. Authentische Frage: Hast du bereits Kunden im Gespräch, die bereit sind zu zahlen? Falls ja, würde ich sofort mit echten Devs arbeiten. Falls nein, ja, No-Code als Validierungstool.