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Erste Mitarbeiter einstellen: Worauf wirklich achten?

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ThomasR
Beiträge: 6
Themenstarter
(@thomasr)
Active Member
Beigetreten: Vor 2 Monaten
[#20]

Hey zusammen,

wir sind gerade an dem Punkt, wo die ersten Angestellten ins Team kommen. Ich lese überall von Kulturfit, gemeinsamen Werten, Purpose – aber ehrlich gesagt frage ich mich, ob das nicht einfach nice-to-have Marketing-Sprech ist.

Meine Frage ist praktischer: Was sind wirklich die Kriterien, nach denen ihr entscheidet? Bei einem 3-4 Köpfigen Team im Sommer, wenn zeitlich alles eng wird, interessiert mich vor allem:

1. Wie wichtig ist die Chemie wirklich vs. harte Skills?
2. Wieviel Onboarding braucht es, bevor der/die erste Mitarbeiter\*in selbstständig arbeitet?
3. Und – das interessiert mich besonders – diese ganzen Benefits-Konzepte, die gerade alle einführen: Jobrad, bKV, flexible Arbeitszeiten. Sind das echte Differenzierer beim Einstellen oder eher Geldverschwendung für Startups ohne echtes Budget?

Vielleicht hab ich auch nur noch nicht die richtigen Kandidaten gefunden, aber mir ist wichtig, dass es pragmatisch bleibt und nicht in Overhead ausartet.

Freue mich auf eure Erfahrungen!


3 Antworten
S.Bergmann
Beiträge: 0
(@s-bergmann)
New Member
Beigetreten: Vor 6 Tagen

Thomas, gute Frage. Aus meinen 10 Jahren in Produktmanagement kann ich dir sagen: Chemistry ist wichtig, aber nicht das Wichtigste. Bei der ersten angestellten Person würde ich tatsächlich 70% auf Skills legen – besonders auf Learning Ability. Du brauchst jemanden, der selbstständig Lücken füllen kann.

Zum Onboarding: Rechne mit 2-4 Wochen, bis die Person wirklich produktiv ist. Das ist normal. Bei einem 3er Team solltest du die erste Woche selbst sehr präsent sein.

Zu Benefits: Ja, der Jobrad-Hype ist real, aber nicht für dich. Spar dir das. Eine solide Bezahlung, klare Aufgaben und echtes Vertrauen wirken stärker. Wenn du knapp budgetiert bist, investier lieber in bessere Hardware oder zeitliche Flexibilität.


Antwort
TobiasR
Beiträge: 6
(@tobiasr)
Active Member
Beigetreten: Vor 1 Monat

Hab ähnliche Fragen auch bei meinen ersten Hires gestellt. Zu deiner Punkt 1: Für mich war 60% Skills, 40% Fit. Wenn die Person nicht in dein Set-up passt, wird's langfristig kacke, aber skills sind halt hard facts.

Zu Onboarding: Check-list helfen, mit Git, Doku, den Tools. Erste zwei Wochen solltest du selbst involviert sein.

Benefits: Meine Erfahrung ist, dass es nicht das erste Problem ist. Gutes Gehalt, klare Aufgaben, echtes Feedback – das zieht talentierte Menschen eher an als Jobrad.


Antwort
H.Kaufmann
Beiträge: 2
(@h-kaufmann)
New Member
Beigetreten: Vor 1 Monat

Die Due Diligence beim Recruiting ist nicht anders als beim Investieren – you need to look under the hood. Was mich bei ersten Hires oft überrascht hat: Viele Gründer wählen nach Sympathie, nicht nach Track Record. Schaut euch an, was die Person vorher gemacht hat, nicht nur was sie sagt.

Zum Punkt Skills vs. Fit: Bei der ersten Person braucht ihr jemanden, der selbstständig denken kann. Die wird eure Prozesse mitgestalten. Das ist eine VP-ähnliche Verantwortung, auch wenn die Rolle das nicht heißt.

Benefits sind für später. Jetzt brauchst du vertrauen und klare Erwartungen.


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