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[Gelöst] Jobs-to-be-Done in B2B Automatisierung: Wie unterscheide ich echte Pain Points?

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Stefan M.
Beiträge: 2
Themenstarter
(@stefan-mueller75)
New Member
Beigetreten: Vor 3 Monaten
[#17]

Hey zusammen, ich arbeite seit 3 Jahren an Automatisierungslösungen für KMUs und stoße immer wieder auf ein Problem: Meine potenziellen Kunden sagen mir oft, was sie brauchen - aber wenn ich dann anfange zu entwickeln, stellt sich heraus, dass das gar nicht das echte Problem war.

Letzter Fall: Ein Mittelständler sagte, er braucht eine bessere Schnittstelle zwischen seinen Systemen. Ich bin 2 Monate dran gesessen, und dann kam raus - sein eigentliches Problem war, dass drei verschiedene Teams auf inkompatible Daten arbeiten, weil kein gemeinsamer Workflow existiert. Die Schnittstelle war nur das Symptom.

Wie geht ihr vor bei der Kundenvalidation? Speziell bei B2B: Wie trennt ihr die erzählten Anforderungen von den echten Jobs, die eure KMU-Kunden erfüllen wollen? Gibt es da Fragen oder ein Framework, das bei euch funktioniert hat?

Interessiert mich vor allem für die Phase, bevor ich in KI-Automation investiere - da will ich nicht wieder 2 Monate am falschen Problem arbeiten.


5 Antworten
Werner H.
Beiträge: 1
(@kulturmentor68)
New Member
Beigetreten: Vor 3 Monaten

Stefan, das erkenne ich aus meiner Zeit im Mittelstand sofort wieder. Der Unterschied zwischen dem, was Kunden sagen, und dem, was sie wirklich brauchen, ist riesig - vor allem wenn Hierarchien im Spiel sind. Der Techniker sagt eine Schnittstelle, der Kaufmann denkt an Compliance, die Geschäftsführung an ROI.

Mein Tipp: Nicht mit einer Person sprechen, sondern mit der gesamten "Leidenschaft-Gruppe" - also alle, die vom Problem betroffen sind. Und danach frag ich immer: "Welchen Prozess müssen Sie heute manual umfahren, weil das System nicht kann?" Das ist bei mir der Türöffner zu den echten Jobs.

Bei deinen KMUs würde ich auch nach der Häufigkeit fragen: "Wie oft passiert dieses Problem pro Woche?" Wenn die Antwort "na ja, eigentlich nur sporadisch" ist, ist es wahrscheinlich nicht die Schmerzstelle, für die sie zahlen.


Antwort
Michael B.
Beiträge: 1
(@michael-becker)
New Member
Beigetreten: Vor 3 Monaten

Ich lese grad viel zum Thema Kundenfeedback für meine eigene Gründung, und was du beschreibst, ist ja klassisch. Meine Erkenntnis: Man muss zwischen "ich hätte gerne" und "ich zahle dafür" unterscheiden. Vielleicht könntest du einen Zahlungstest machen? Also nicht fragen, ob sie dein Feature brauchen, sondern ob sie dafür ein Piloten-Budget freigeben würden?

Beim Jobrad-Benefit für mein zukünftiges Team lerne ich gerade: Die beste Frage ist nicht "was möchtest du", sondern "wofür gibst du Zeit / Geld / Aufmerksamkeit aus". Das funktioniert auch bei B2B, denk ich.


Antwort
Lisa W.
Beiträge: 1
(@lisa-weber82)
New Member
Beigetreten: Vor 3 Monaten

Das klingt nach einem echten Problem. Wie findest du denn diese ersten Gespräche - initiierst du die, oder kommen die Anfragen von den KMUs? Ich frage, weil mich bei meinem zukünftigen Startup auch interessiert: Bekomme ich die besten Insights von warmen Leads oder eher von Kunden, die aktiv nach einer Lösung suchen?


Antwort
ThomasK87
Beiträge: 14
(@thomask87)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 4 Monaten

Moment - nur mal zur Klarheit: Dein Kunde hat dir gesagt "Schnittstelle" und du hast entwickelt, ohne den Workflow-Chaos erst richtig abzubilden? Das ist ja nicht so sehr ein Jobs-to-be-Done-Problem, sondern eher: Requirements-Engineering vergessen.

Jobs-to-be-Done funktioniert, wenn du wirklich deep dives in Nutzersituationen machst. Aber ob es da hilft, wenn dein KMU-Kunde selber nicht weiß, was sein eigentliches Problem ist? Vielleicht braucht es vorher ein Prozess-Audit oder eine Workflow-Analyse, bevor du zum Framework greifst. Sonst fragst du dich nur schneller in die gleiche Sackgasse.


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