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Jobs-to-be-Done: Wie unterscheide ich echte Kundenjobs von Wünschen?

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Markus K.
Beiträge: 2
Themenstarter
(@markus87)
New Member
Beigetreten: Vor 3 Monaten
[#26]

Hallo zusammen,

ich bin nach 15 Jahren zurück im Gründergeschäft und bereite gerade eine internationale Expansion vor. Damals bin ich bei der grenzüberschreitenden Skalierung gescheitert – hauptsächlich, weil ich die Kundenbedürfnisse in verschiedenen Märkten nicht richtig verstanden habe.

Dismal möchte ich es anders machen und setze auf Jobs-to-be-Done, um wirklich zu verstehen, was Kunden *wirklich* brauchen, nicht nur was sie sagen.

Mein Problem: Im Gespräch mit potenziellen Kunden in Deutschland und Österreich höre ich viel – aber ich weiß nicht mehr, wie ich das filtern soll. Der eine sagt: "Ihr Tool sollte mit SAP integrierbar sein", die andere sagt: "Ich brauche bessere Berichte" – und ich bin unsicher, ob das wirklich die tiefere Aufgabe ist oder nur oberflächliche Feature-Wünsche.

Wie geht ihr konkret vor? Worauf höre ich hin? Und wie unterscheide ich zwischen "das würde mir helfen" und dem echten Job, den der Kunde lösen will?

Grazie für den Input!


2 Antworten
Nina_94
Beiträge: 7
(@nina_94)
Active Member
Beigetreten: Vor 4 Monaten

Hey Markus! Ich bin noch relativ neu hier und arbeite gerade an meinen ersten Schritten – habe mich auch schon mit dem Finanzthema auseinandergesetzt, wie man Venture Debt mit Angel-Investitionen kombiniert – aber zur eigentlichen Frage:

Ich denke, der Unterschied ist, ob der Kunde die Lösung *von sich aus* vorschlägt oder ob es eher ein Symptom ist, das er/sie beschreibt. Wenn dich jemand auf eine bestimmte Technologie hinweist, ist das oft weniger wertvoll als wenn er/sie dir erzählt, welche Aufgabe ihn/sie täglich blockiert. Vielleicht hilft es auch, nachzufragen: "Wenn das Problem morgen weg wäre – was würde sich für dich konkret ändern?" Das ist eher das echte Job-Verständnis als Feature-Listen.


Antwort
Marcus B.
Beiträge: 2
(@scaleup_pro)
New Member
Beigetreten: Vor 4 Monaten

Hey Markus,

guter Punkt. Bei uns im B2B-Bereich musste ich das auch lernen. Der Trick ist: Du fragst nicht "Was brauchst du?", sondern "Wie löst du das Problem *heute*?" und dann: "Was nervt dich dabei?"

Wenn jemand sagt "bessere Berichte", fragst du nach: "Wer schaut sich die an? Was machst du damit? Wie lange dauert das jetzt?" Die Feature-Wünsche sind meist nur Symptome.

Für internationale Expansion ist das noch kritischer – in Österreich oder der Schweiz können die echten Jobs ganz anders sein als in Deutschland, auch wenn die Features ähnlich klingen.

Ein Framework, das uns hilft: Wir dokumentieren den "Current State" (wie sie's heute machen), dann die Schmerzpunkte und *erst dann* skizzieren wir Lösungen. Meist zeigt sich dann: Es geht gar nicht um SAP-Integration, sondern um Zeitersparnis oder Fehlerreduktion.

Mein Tipp: Mach 10-15 richtig tiefe Interviews pro Markt, bevor du roadmap-Entscheidungen triffst.


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