Moin zusammen,
wir expandieren gerade in drei weitere EU-Märkte (Niederlande, Polen, Spanien) und ich merke, dass das Steuer-Thema bei grenzüberschreitenden Transaktionen schnell richtig unübersichtlich wird. Allein die unterschiedlichen MwSt-Sätze, Schwellenwerte für Betriebsstätten-Risiken und die OSS-Regelungen fressen schon extrem viel Zeit.
Bisher machen wir das größtenteils manuell – sprich unser Steuerberater prüft quartalsweise, ob alles stimmt. Das skaliert aber nicht mehr. Wir haben im letzten Quartal zwei Fehler bei polnischen Reverse-Charge-Buchungen gehabt, die uns nachträglich Arbeit gemacht haben. Kein Drama, aber ein Warnsignal.
Jetzt schaue ich mir Tools wie Avalara, Vertex oder auch TaxJar an. Aber ich bin unsicher:
- Lohnt sich das für ein Startup unserer Größe (ca. 600k ARR, SaaS) überhaupt schon?
- Gibt es speziell für den europäischen Markt bessere Alternativen, die ihr kennt?
- Wie habt ihr das mit eurem Steuerberater kombiniert? Der war anfangs skeptisch, ob solche Tools wirklich rechtskonform arbeiten.
Falls jemand direkt Erfahrung mit dem OSS-Verfahren hat und wie ihr das automatisiert abbildet, wäre das super hilfreich. Gerade in der Ferienzeit fehlt uns eh die Kapazität, das alles händisch nachzuverfolgen.
Danke schon mal!
Matthias