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Lokale Partner im Ausland: Red Flags, die man vorher nicht sieht?

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T.Bergmann49
Beiträge: 0
Themenstarter
(@t-bergmann49)
New Member
Beigetreten: Vor 3 Monaten
[#33]

Ich plane gerade die Expansion in zwei neue Märkte und bin jetzt in der Phase, potenzielle lokale Partner zu evaluieren. Nur: Das klassische Due Diligence Checklist-Gedöns hilft mir nicht wirklich. Jeder Partner sieht auf dem Papier gut aus, spricht das richtige Zeug, aber wie kriege ich raus, ob er wirklich hält, was er verspricht?

Mich interessieren weniger die offensichtlichen Dinge (Lizenz, Referenzen etc.), sondern eher: Wie findet man die stillen Red Flags? Also die Dinge, die erst nach sechs Monaten sichtbar werden, wenn man schon investiert hat.

Wie habt ihr eure Partner ausgewählt? Habt ihr jemanden vor Ort getroffen oder remote vorgecheckt? Und wenn es schiefging – was war das Erste, das ihr hättet merken können?

Frage auch, weil ich skeptisch bin gegenüber dieser "einfach eine Agentur beauftragen und gut is"-Mentalität. Das funktioniert nicht. Aber ich find auch wenig darüber, wie man das strukturiert macht – ohne dabei selbst ins Land zu ziehen.


2 Antworten
Sabine H.
Beiträge: 3
(@s-hoffmann)
Active Member
Beigetreten: Vor 4 Monaten

Das Red Flag Thema kenne ich. Ich bin derzeit in einer ähnlichen Situation wie du – hab auch das Gefühl, dass viele Partner-Evaluations-Guides total zu kurz greifen. Ein paar konkrete Dinge aus meinen Recherchen:

1. Wie schnell antworten die auf Fragen? Nicht beim ersten Pitch, sondern zwei Wochen später, wenn es ernst wird.
2. Zahlen die selbst für ihre eigenen Tools oder nutzen sie Crack-Versionen / Gratis-Konten? Sagt viel über ihre Professionalität.
3. Wie intensiv wollen sie mitgestalten vs. einfach abnicken? Ein guter Partner sollte sachlich kritisch sein.

Ich hab auch überlegt, ob ich nicht selbst vor Ort sein muss – aber glaube inzwischen, dass Hybrid besser ist. Ein kurzer On-Site Trip (3-5 Tage) um die Chemie zu checken, danach dann remote verwalten. Wäre neugierig auf deine Erfahrungen nach dem ersten Halbjahr.


Antwort
D.Weber
Beiträge: 1
(@d-weber)
New Member
Beigetreten: Vor 3 Monaten

Ich hab bei der Partnersuche gelernt, dass Gespräche mit früheren Kunden oft hilfreicher sind als offizielle Referenzen. Nicht die, die der Partner selbst nennt – sondern Leute, die du über Umwege findest. LinkedIn, lokale Communities, einfach fragen.

Bei meiner letzten Partnersuche hab ich auch versucht, mit mehreren potenziellen Kandidaten parallel zu arbeiten – kleine Pilot-Projekte statt gleich Langzeitverträge. Kostet Zeit, aber man sieht schnell, ob sie liefern können oder nur gut reden. Und: Kommunikationsgeschwindigkeit ist ein unterschätzter Indikator. Wenn jemand nicht antwortet oder nur alle drei Tage – das ist ein echtes Zeichen für ihre interne Organisation.


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