Hallo zusammen,
ich beschäftige mich gerade mit einem KI-gestützten Geschäftsmodell, das ich gerne international skalieren möchte. Bei der Recherche bin ich auf ein interessantes Problem gestoßen: Ich habe beobachtet, dass erfolgreiche Vertriebstaktiken in Deutschland nicht einfach 1:1 auf andere Märkte übertragbar sind – das ist mir beim Thema Branding ja auch schon begegnet.
Abgesehen von den offensichtlichen Sachen wie Sprache und lokale Regulierung interessiert mich besonders: Wie unterscheiden sich die Erwartungen von Kunden in verschiedenen Kulturen beim Sales-Prozess selbst? Ich denke da an Kommunikationsstil, Entscheidungsfindung, Beziehungsaufbau, Verhandlungsgeschwindigkeit.
Hat jemand von euch konkrete Erfahrungen gemacht, wo kulturelle Unterschiede im Vertrieb euch zum ersten Mal richtig aufgefallen sind – und wie habt ihr das gelöst? Oder habe ich das am Anfang vielleicht sogar unterschätzt?
Ich würde da etwas skeptisch sein: Viele gründen ein KI-Startup und denken, die Technologie ist so innovativ, dass kulturelle Unterschiede egal sind. Das ist eine häufige Falle. Die harte Realität ist – egal wie gut dein Algo ist – der Verkauf bleibt Mensch-zu-Mensch. Mein Rat: Bevor du international gehst, versteh erst mal tief, wer in deinem Heimatmarkt kauft und warum. Das ist oft schon schwer genug.
Danke für die Frage. Ich bin da noch relativ am Anfang meiner eigenen Gründung, aber genau mit diesem Mindset-Wechsel beschäftige ich mich gerade: Wie muss ich mich selbst als Gründer entwickeln, um interkulturell überhaupt verkaufen zu können? Meine bisherige Erfahrung im Projektmanagement zeigt mir – auch im deutschsprachigen Raum – dass es weniger um die Taktik geht als um echtes Vertrauen. Hast du schon überlegt, wie du das kulturell aufbauen würdest?