Hallo zusammen,
wir stehen vor einer strategischen Entscheidung für unsere Q3/Q4 Kampagnen und ich brauche eure Erfahrungen. Nach 8 Jahren im Tech-Business expandieren wir jetzt ernsthaft international und das Influencer Marketing wird immer wichtiger für unsere Customer Acquisition.
Die Frage ist: Wie verteilt ihr euer Influencer Budget zwischen Mikro-Influencern (10k-100k Follower) und Mega-Influencern (1M+ Follower) in verschiedenen Märkten? Wir sehen extrem unterschiedliche Kostenstrukturen.
In Deutschland zahlen wir für einen Tech-YouTuber mit 50k Followern etwa 2-3k pro Video. In den USA verlangen vergleichbare Creator das Doppelte, aber die Reichweite ist auch höher. In Frankreich sind die Preise moderater, aber die Engagement-Rate ist niedriger.
Besonders interessiert mich: Lohnen sich die hohen Ausgaben für Mega-Influencer überhaupt noch? Oder fahrt ihr mittlerweile komplett auf Mikro-Influencer? Und wie unterscheidet sich das je nach Zielmarkt?
Würde mich sehr über eure Insights freuen, bevor wir die Sommerplanung abschließen.
Beste Grüße
Stefan
Hey Stefan,
aus meinen drei SaaS-Exits kann ich dir nur raten: vergiss die Mega-Influencer komplett. Wir haben mal 15k für einen Tech-Influencer mit 2M Followern in den USA verbrannt - die Conversion war katastrophal, weil seine Audience einfach zu breit war.
Bei unserer letzten Expansion sind wir komplett auf Mikro-Influencer gewechselt. In Deutschland und Österreich funktioniert das noch am besten - da kriegst du für 1-2k echte Fachleute mit engaged Communities. In Frankreich musst du wirklich aufpassen, viele haben gekaufte Follower.
Mein Tipp: 80/20 Regel. 80% des Budgets auf 10-50k Follower Influencer verteilen, die wirklich in deiner Nische sind. Den Rest für ein-zwei größere Namen als Brand Awareness Push. Und immer lokale Influencer nehmen - die kennen ihre Märkte am besten.
Was für ein Tech-Bereich seid ihr denn? Bei B2B SaaS würde ich ganz andere Creator empfehlen als bei Consumer Tech.
Grüße aus dem Homeoffice in Portugal
Andreas