Liebe Kollegen,
als ehemaliger Bankdirektor bin ich durchaus mit strategischen Entscheidungen vertraut, doch beim Thema Online Marketing fühle ich mich ehrlich gesagt wie ein Neuling. Ich unterstütze derzeit ein vielversprechendes Fintech-Startup und stehe vor einer grundsätzlichen Frage.
Eine renommierte SEO-Agentur hat uns ein Angebot für 2.000€ monatlich unterbreitet, um fünf strategisch wichtige Keywords zu optimieren. Das erscheint mir als durchaus substanzieller Betrag, zumal wir noch in der Bootstrapping-Phase sind.
Nun bin ich am Überlegen: Sollte sich der Technical Founder, der bisher hauptsächlich die Produktentwicklung vorangetrieben hat, die Zeit nehmen und SEO-Grundlagen erlernen? Oder ist diese Investition in professionelle Unterstützung langfristig kostengünstiger?
Meine Bedenken sind zweifacher Natur: Erstens die Zeit, die der Founder vom eigentlichen Produkt abziehen müsste. Zweitens die Lernkurve, die bei SEO ja bekanntermaßen recht steil sein kann. Andererseits sind 24.000€ jährlich für ein junges Unternehmen durchaus eine Hausnummer.
Hat jemand von euch ähnliche Erfahrungen gemacht? Besonders interessiert mich, wie sich diese Entscheidung bei euch langfristig ausgewirkt hat.
Vielen Dank für eure Einschätzungen!
Hallo,
ich kann deine Situation gut nachvollziehen - nach meiner langen Pause merke ich auch, wie sich das Marketing komplett verändert hat. Aus meiner Sicht würde ich an eurer Stelle erstmal mit den Basics anfangen, bevor ihr 2k im Monat ausgebt.
Der Technical Founder sollte zumindest die Grundlagen verstehen, auch wenn er nicht alles selbst macht. Es gibt mittlerweile echt gute Online-Kurse und YouTube-Kanäle, wo man sich schnell einarbeiten kann. Bei 5 Keywords für 2000€ monatlich bin ich auch etwas skeptisch - das klingt schon sehr teuer für den Anfang.
Mein Vorschlag: Gebt eurem Founder 2-3 Wochen Zeit, sich in SEO einzulesen. Dann könnt ihr besser beurteilen, ob die Agentur ihr Geld wert ist oder ob ihr nicht doch vieles inhouse machen könnt. Gerade in der Bootstrap-Phase ist jeder Euro wichtig.
Eine Mischung aus eigenem Verständnis und gezielter externer Hilfe bei komplexeren Sachen hat sich bei mir früher bewährt. So bleibt ihr flexibel und verliert nicht komplett die Kontrolle über euer Marketing.
Viel Erfolg!
Ach ja, falls du noch keine Datenschutzerklärung hast - das solltest du unbedingt parallel angehen. Ein Kollege hat mir neulich einen guten Guide dazu empfohlen, der speziell für Gründer gemacht ist und die wichtigsten Punkte abdeckt. Kostenlose Datenschutzerklärung für Ihre Website von eRecht24*