Moment – bevor du wechselst: Prüf mal, ob das Problem überhaupt in der Bankgebühr liegt oder eher darin, wie du das Konto selbst nutzt. Viele Gründer switchen von Bank A zu Bank B und stellen nach 6 Monaten fest, dass das Problem nicht die Bank war, sondern ihre Buchhaltungsdisziplin. Versteh mich nicht falsch – es gibt gute und schlechte Banken für Startups – aber vorher realistisch überlegen, was genau dich stört.
Ich bin seit 15 Jahren wieder am Start und habe das auch vor kurzem gemacht – der Sommerhektik ausweichen ist sowieso schwer, also einfach machen. Aus meiner alten Zeit: Das war vor Jahren noch ganz anders. Heute haben die Banken selbst Checklisten und helfen mit Brieftemplates an Geschäftspartner. Wichtig: Wechsle nicht spontan, sondern mit 4-6 Wochen Vorlaufzeit. Und ja, parallel laufen ist völlig normal – das ist nicht unprofessionell, sondern Standard. Deine Partner werden das verstehen.
In unserem SaaS haben wir letztes Jahr gewechselt und es war ehrlich gesagt weniger Drama als befürchtet. Das Kritische sind wirklich die wiederkehrenden Transaktionen. Wir haben 3-4 Wochen Vorlaufzeit gegeben und beide Konten 4 Wochen parallellaufen lassen. Stripe und PayPal waren innerhalb von 24h umgestellt, die Lieferanten haben wir per Mail informiert. Was mir hilft: eine einfache Exceltabelle, in der ich alle Zugänge, alle Abbuchungen und alle Partner durchgegangen bin. Kann ich dir gerne eine Template schicken, wenn du magst.
Technisch ist das unkompliziert geworden. Die echte Hürde ist die menschliche: Irgendein Lieferant hat die alte Kontonummer gepeichert und overweist weiter dorthin. Mein Tipp: Automatisierungsperspektive – verbinde dein neues Konto direkt mit deiner Buchhaltungssoftware, bevor der alte läuft. Dann hast du wenigstens auf der Verwaltungsseite keine Bruchstelle. Bei uns nutzen wir direkte API-Verbindungen zur automatischen Erfassung – bei Wechsel muss die nur neu konfiguriert werden, dauert 2h statt 2 Wochen manueller Abgleich.