Hey Leute,
bin seit April mit meinem Consulting-Business unterwegs und stelle grad fest, dass im Sommer alles etwas langsamer läuft. Viele meiner Kunden sind in den Sommermonaten häufiger im Urlaub oder haben reduzierte Teams.
Bisher stelle ich immer mit 14 Tagen Zahlungsziel, aber jetzt überlege ich, ob ich das in der Ferienzeit auf 30 Tage verlängern sollte? Einerseits würde das den Druck von meinen Kunden nehmen, andererseits verschlechtert sich dadurch mein Cash Flow.
Wie macht ihr das? Passt ihr eure Rechnungskonditionen saisonal an oder bleibt ihr konsequent bei euren Standards? Und falls ja - kommuniziert ihr das proaktiv oder wartet ihr ab, ob Kunden von sich aus nach längeren Zahlungszielen fragen?
Bin auch unsicher, ob das professionell rüberkommt, wenn ich plötzlich meine Konditionen ändere. Auf der anderen Seite will ich natürlich kundenfreundlich bleiben und nicht als pingelig gelten.
Danke für eure Erfahrungen!
Ich würde die Zahlungsziele nicht ändern. 14 Tage sind völlig normal und angemessen - auch im Sommer. Wenn Kunden länger brauchen, können sie ja von sich aus nachfragen.
Was ich aber mache: Rechnung schon vor dem Urlaub stellen, wenn absehbar ist dass der Kunde weg ist. Also statt am Monatsende vielleicht schon Mitte des Monats. So hast du mehr Puffer und wirkst trotzdem professionell.
Muss Stefan hier widersprechen. Flexibilität bei Zahlungszielen ist durchaus üblich, besonders in der Ferienzeit. Viele meiner Mandanten handhaben das so.
Aber wichtig: Kommuniziere das transparent! Du kannst zum Beispiel eine kurze Info auf die Rechnung schreiben wie "Aufgrund der Ferienzeit verlängern wir ausnahmsweise das Zahlungsziel auf 30 Tage". Das zeigt Verständnis für die Situation deiner Kunden.
Alternativ: Biete gestaffelte Zahlungsziele an. Stammkunden bekommen vielleicht 21 Tage, neue Kunden bleiben bei 14. Oder du machst es projektbezogen - bei größeren Aufträgen länger, bei kleinen Rechnungen kurz.
Wichtiger Tipp: Egal welches Zahlungsziel, schick rechtzeitig freundliche Erinnerungen raus. Gerade im Sommer geht viel unter.