Moin zusammen,
seit März haben wir einen Bürohund im Startup (Golden Retriever Mix, 2 Jahre). War eigentlich als Wohlfühl-Benefit gedacht - ihr kennt das ja, alle machen das heute.
Nun die Realität: Das Team ist komplett gespalten. Die Hälfte liebt Max, die andere Hälfte ist genervt oder hat sogar Allergien. Eine Kollegin hat bereits angedeutet, dass sie sich einen anderen Job sucht, wenn das so weitergeht. Ein anderer Mitarbeiter nimmt jetzt täglich Allergietabletten.
Ich hab schon überlegt, ob wir bestimmte hundefreie Zeiten einführen oder separate Bereiche schaffen. Aber ehrlich gesagt wirkt das alles ziemlich gekünstelt. Jetzt wo das Wetter besser wird, könnte man den Hund mehr draußen halten, aber das löst das Grundproblem nicht.
Die Frage ist: Ab wann wird ein gut gemeinter Benefit zum echten Problem? Kennt jemand ähnliche Situationen? Wie habt ihr das gelöst? Bin langsam ratlos, weil ich weder die Hundepartei noch die Gegenseite verprellen will.
Danke für eure Erfahrungen!
Hallo,
aus meiner langjährigen Erfahrung mit betrieblichen Gesundheitsthemen kann ich dir nur raten: Allergien sind kein Spaß und können rechtlich problematisch werden. Wenn ein Mitarbeiter täglich Medikamente nehmen muss, um arbeiten zu können, bewegt ihr euch auf dünnem Eis.
Ich habe in 40 Jahren schon einige Fälle gesehen, wo gut gemeinte Benefits zu echten Problemen wurden. Bei Allergien ist das besonders heikel - da geht es um die Gesundheit der Angestellten und damit auch um eure Fürsorgepflicht als Arbeitgeber.
Mein Tipp: Macht eine anonyme Umfrage im Team und entscheidet dann klar. Ein Kompromiss wie "hundefreie Zeiten" wird langfristig nicht funktionieren - das schafft nur noch mehr Konfliktpotential.
Falls ihr euch für den Hund entscheidet, solltet ihr wenigstens einen völlig getrennten Bereich schaffen. Aber ehrlich gesagt würde ich überlegen, ob das den Stress wert ist. Ein Mitarbeiter ist am Ende mehr wert als ein Bürohund, so hart das klingt.
Viel Erfolg bei der Entscheidung!