Hi zusammen,
ich entwickle gerade eine SaaS für Workflow-Optimierung und frage mich, was bei Tools schief läuft, die am Ende ungenutzt bleiben. Als Software-Architekt bin ich eigentlich systematisch unterwegs, aber auch ich hab schon einiges gekauft und dann doch nicht richtig eingesetzt.
Mein größter Flop war Notion Pro für 200€/Jahr. Sollte mein zweites Gehirn werden für alle Nebenprojekte. Am Ende hab ich wieder normale Textdateien und GitHub Issues verwendet, weil es einfacher war. Die ganzen Templates und Datenbanken waren am Ende zu viel Overhead.
Dann noch ein iPad Pro mit Apple Pencil für 1200€ - sollte für Mind Maps und Skizzen sein. Liegt seit Monaten unbenutzt rum, weil ich doch lieber am Laptop arbeite.
Jetzt im Frühling räume ich gerade mein Homeoffice auf und finde immer mehr solche Sachen. Was sind eure teuersten Tool-Fails? Und vor allem: Warum habt ihr sie am Ende nicht genutzt? War es zu komplex, zu zeitaufwendig oder einfach nicht der richtige Zeitpunkt?
Würde echt helfen für meine eigene Produktentwicklung zu verstehen, wo die Stolperfallen liegen.
Haha, das kenne ich zu gut! Bei mir war es vor 3 Jahren Salesforce für mein kleines Beratungsbüro - fast 400€ im Monat. Sollte alle Kundenkontakte und Verträge verwalten. Nach 2 Wochen hab ich kapituliert, weil ich für jeden Klick erstmal das Handbuch studieren musste.
40 Jahre lang hab ich mit Excel-Tabellen und Karteikarten gearbeitet, warum sollte ich das jetzt ändern? Am Ende bin ich bei einer einfachen CRM-Software für 29€ gelandet, die macht genau das was ich brauche ohne Schnickschnack.
Das Problem ist meiner Erfahrung nach oft: Die Tools werden für Power-User entwickelt, aber die meisten von uns brauchen nur 20% der Funktionen. Ich will nicht erstmal 3 Stunden Videos schauen müssen, bevor ich einen Kundentermin eintragen kann.
Für deine SaaS: Macht es so einfach wie möglich. Wenn ich nicht innerhalb von 5 Minuten verstehe wie es funktioniert, spring ich wieder ab. Bei uns "älteren Semestern" jedenfalls 😉