Hey zusammen,
kämpfe gerade mit einem klassischen Produktivitäts-Dilemma und würde gerne eure Erfahrungen hören. Unser Team ist auf 8 Leute gewachsen und ich merke, wie sich zwei Welten gegenüberstehen:
Einerseits brauche ich als Founder tiefe Konzentrationsphasen für strategische Arbeit, Produktplanung und Code-Reviews. Gerade jetzt im Frühling stehen wichtige Entscheidungen für H2 an und die komplexe Fintech-Regulierung erfordert wirklich fokussierte Analyse.
Andererseits erwarten meine Entwickler und der Vertrieb schnelle Antworten auf Slack - teilweise zu Recht, wenn Kunden warten oder Blocker aufkommen. Besonders unser HR-Software-Vertrieb ist zeitkritisch, weil die Entscheider oft nur kurze Fenster haben.
Momentaner Ansatz: Ich blocke 3h vormittags für Deep Work, bin aber nachmittags voll verfügbar. Funktioniert nur mäßig, weil wichtige Themen trotzdem reinkommen und das Team manchmal frustriert wartet.
Wie löst ihr das? Feste Slack-freie Zeiten kommunizieren? Verschiedene Dringlichkeitsstufen einführen? Oder komplett andere Ansätze?
Danke für eure Insights!
Hi!
Kann dein Problem total nachvollziehen, auch wenn wir noch nicht so groß sind. Bei uns läuft es so: Ich hab feste "No Slack"-Blöcke von 9-12 Uhr kommuniziert und dafür nachmittags bewusst schnelle Response-Zeiten. Das Team weiß Bescheid und plant entsprechend.
Was bei uns gut funktioniert: Wir nutzen verschiedene Slack-Kanäle nach Dringlichkeit (#urgent vs. #general) und ich hab Push-Notifications nur für den urgent channel an. Für wirkliche Notfälle gibt's meine Handynummer.
Noch ein Tipp aus unserem HR-Bereich: Seit wir die betriebliche Krankenversicherung als Benefit haben, sind die Leute entspannter und weniger gestresst - wirkt sich auch positiv auf die Kommunikation aus. Klingt komisch, aber weniger Stress = weniger "dringende" Anfragen 😅
Das mit den verschiedenen Dringlichkeitsstufen würde ich definitiv einführen. Vielleicht auch mal das Team fragen, was aus ihrer Sicht wirklich urgent ist vs. was warten kann?