Seite wählen

Solo-Gründer: Firme...
 
Benachrichtigungen
Alles löschen

Solo-Gründer: Firmenkreditkarte nötig oder reicht EC-Karte vom Geschäftskonto?

8 Beiträge
8 Benutzer
0 Reactions
64 Ansichten
T.Wagner
Beiträge: 10
Themenstarter
(@t-wagner)
Active Member
Beigetreten: Vor 4 Monaten
[#91]

Hallo zusammen,

ich bin seit ein paar Monaten als Einzelunternehmer unterwegs (Beratung, alles remote) und frage mich gerade ob ich wirklich eine eigene Firmenkreditkarte brauche oder ob ich damit einfach unnötig Kosten produziere.

Mein aktueller Stand: Ich hab ein Geschäftskonto bei einer Onlinebank, da ist eine Debitkarte dabei. Die nutze ich für alles – Softwareabos, mal ein Flug für einen Kunden-Termin, gelegentlich Büromaterial. Läuft eigentlich ganz gut, denke ich.

Jetzt kommt aber der Sommer und ich merke, dass ich für ein größeres Projekt im August wahrscheinlich auch mal Hotelübernachtungen buchen muss, vielleicht sogar ein Mietauto. Und da lese ich immer wieder, dass Debitkarten bei Mietwagen oder Hotelreservierungen ein Problem sein können weil die eine Kreditkarte verlangen oder eine hohe Kaution einbehalten.

Gleichzeitig frage ich mich: Lohnt das für mich als Einzelkämpfer überhaupt? Ich hab keine Mitarbeiter, kein Team dem ich Karten geben müsste, und mein Umsatz ist noch überschaubar. Eine Kreditkarte kostet ja auch nochmal extra im Jahr.

Hat jemand Erfahrung damit wie ihr das als Solo-Gründer handhabt? Ich will nicht unnötig Geld ausgeben, aber auch keine bösen Überraschungen wenn ich dann vor dem Mietschalter stehe.

Danke schon mal!
T.Wagner


7 Antworten
Lisa M.
Beiträge: 4
(@talenthunter27)
New Member
Beigetreten: Vor 3 Monaten

Reicht die EC-Karte? Kommt drauf an was du machst. Für Online-Abos und normale Einkäufe – ja. Für Mietwagen, Hotelreservierungen, internationale Buchungen – eher nein, da wirst du immer wieder auf Probleme stoßen.

Ich würd einfach eine kostenlose nehmen und gut ist.


Antwort
Lena W.
Beiträge: 6
(@l-weber)
Active Member
Beigetreten: Vor 4 Monaten

Ich würd das pragmatisch sehen. Wenn du reist und Mietwagen brauchst – ja, Kreditkarte ist quasi Pflicht, das ist kein Marketingmythos. Aber wenn du hauptsächlich online-Abos zahlst und selten unterwegs bist, dann reicht eine Debitkarte locker.

Ich bin selbst bootstrapped unterwegs (hab mal im 10k-Umsatz-Thread beschrieben wie ich da rangegangen bin) und jeder Euro für Gebühren, der nicht sein muss, nervt mich. Deswegen: schau erst mal wie oft du wirklich reist. Wenn das im Jahr 3-4 Mal ist und du weißt dass Mietwagen dabei sind, hol dir eine kostenlose oder günstige Kreditkarte. Ansonsten lass es.

Es gibt übrigens Kreditkarten ohne Jahresgebühr für Selbstständige – da zahlst du dann zwar manchmal höhere Fremdwährungsgebühren, aber wenn du hauptsächlich in Deutschland zahlst ist das egal.


Antwort
Stefan M.
Beiträge: 2
(@stefan-mueller75)
New Member
Beigetreten: Vor 3 Monaten

Muss ich kurz einhaken – ich finde die Frage etwas zu kurz gedacht.

Es geht nicht nur ums Reisen. Eine Firmenkreditkarte gibt dir auch einen kleinen Puffer wenn mal ein größerer Betrag fällig ist, der Zahlungseingang vom Kunden aber noch aussteht. Das Debitkarte-Modell funktioniert nur solange das Konto gedeckt ist. Ich kenne das aus eigener Erfahrung: Software-Jahreslizenzen, Messeregistrierungen, Vorleistungen für Projekte – das summiert sich und der Liquiditätseffekt einer Kreditkarte (Zahlungsziel oft 30-45 Tage) ist als Solo-Gründer durchaus relevant.

Das heißt nicht, dass du unbedingt eine Premium-Karte mit 200€ Jahresgebühr brauchst. Aber eine einfache Business-Kreditkarte mit überschaubarer Gebühr und dem Zahlungsziel als eigentlichem Vorteil – das ist schon überlegenswert, auch wenn du selten verreist.

Kosten immer im Blick behalten natürlich, aber den Liquiditätsaspekt würde ich nicht unterschätzen.


Antwort
Maximilian K.
Beiträge: 6
(@techmax_87)
Active Member
Beigetreten: Vor 4 Monaten

Wie Stefan oben schreibt stimmt das mit dem Zahlungsziel – hab ich auch schon genutzt. Aber ich will noch was anderes ergänzen: Viele Kreditkarten haben mittlerweile decent Cashback-Programme oder Reisemeilen. Als jemand der öfter mal für Kunden-Meetings reist summiert sich das. Ist jetzt kein riesiger Betrag, aber wenn du die Karte eh hast, kannst du die Vorteile mitnehmen.

Techseitig noch: Viele SaaS-Tools oder Cloud-Dienste (AWS, Azure, diverse API-Anbieter) wollen für bestimmte Accounts explizit Kreditkarten, keine Debitkarten. Hab ich selbst schon erlebt beim Hochskalieren von Infrastruktur. Für reine Beratung mag das weniger relevant sein, aber falls dein Geschäft irgendwann tech-lastiger wird, ist das ne Überlegung wert.


Antwort
Seite 1 / 2

Neue Beiträge

Teilen: