Moin zusammen,
als Gründer im ersten Jahr hab ich endlich die magischen 1000 Euro auf dem Konto zusammenbekommen. Jetzt frage ich mich, ob ich diese direkt anlegen sollte oder lieber noch weiter sparen bis ich mehr Reserve habe.
Mein Business läuft noch sehr unregelmäßig - mal kommen 800€ im Monat rein, dann wieder nur 200€. Da ist es schwer zu planen. Einerseits ärgert es mich, dass die 1000€ auf dem Girokonto praktisch nichts bringen bei der aktuellen Inflation. Andererseits hab ich als Automatisierungsingenieur schon oft genug gesehen, wie schnell vermeintlich sichere Systeme kollabieren können.
Die typischen ETF-Empfehlungen klingen ja schön und gut, aber wenn ich das Geld nächsten Monat brauche weil ein Kunde nicht zahlt? Tagesgeld bringt auch kaum was. Was macht ihr in so einer Situation?
Bin übrigens gerade dabei, mein kleines Büro für den Sommer klimatisiert zu bekommen - auch so ein ungeplanter Kostenpunkt der ansteht...
Wie seht ihr das - erst Sicherheit aufbauen oder direkt mit kleinen Beträgen anfangen anzulegen?
Hey!
Aus meiner CFO-Erfahrung heraus kann ich dir nur raten: Lass die 1000€ erstmal auf dem Tagesgeld liegen. Ich weiß, das klingt langweilig, aber bei deinen schwankenden Einnahmen ist das einfach zu wenig Puffer.
Als Faustregel sage ich meinen Gründern immer: Minimum 3-6 Monatsausgaben als Notreserve, bevor man ans Anlegen denkt. Bei dir mit den unregelmäßigen Cashflows würde ich sogar eher 6 Monate anpeilen.
Das Problem beim Anlegen mit so wenig Reserve ist nicht nur, dass du eventuell zu einem schlechten Zeitpunkt verkaufen musst. Du machst dir auch psychisch unnötigen Stress - und den brauchst du als Gründer im ersten Jahr wirklich nicht zusätzlich.
Mein Tipp: Erstmal konsequent auf 3000-5000€ Reserve sparen, dann kannst du immer noch über ETFs nachdenken. Die Inflation ärgert zwar, aber besser safe als sorry in deiner aktuellen Phase.
Die Klimaanlage ist übrigens ein gutes Beispiel - solche ungeplanten Ausgaben kommen ständig.