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Geld von Familie leihen - wie mache ich das rechtlich wasserdicht?

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HelmutK
Beiträge: 13
Themenstarter
(@helmutk)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 4 Monaten
[#71]

Hi alle zusammen,

stehe vor einer etwas heiklen Situation und brauche mal euren Rat. Meine Familie (Onkel und Tante) haben angeboten, mir 80k für mein Startup zu leihen. Das ist super großzügig, aber ich will das auf keinen Fall schlampig machen und später Probleme haben.

Bisher läuft alles nur über Handschlag und Vertrauen, aber ich denke das reicht nicht. Wie strukturiere ich so ein Familiendarlehen richtig? Brauche ich einen Notar? Wie ist das steuerlich - sowohl für mich als auch für sie?

Und ganz wichtig: Wie ziehe ich klare Grenzen? Die beiden mischen sich gerne mal ein und ich befürchte, dass sie sich nach der Geldgabe als stille Teilhaber sehen. Sollte ich das von vornherein klarstellen?

Hat jemand Erfahrung mit Familienkrediten gemacht? Was sind die größten Fallen? Der Sommer ist eh ruhiger, da könnte ich das alles mal ordentlich aufsetzen.

Danke schon mal!


4 Antworten
ThomasK
Beiträge: 17
(@thomask)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 4 Monaten

80k ist ne Hausnummer... Da würde ich definitiv professionell rangehen. Ein guter Steuerberater ist Pflicht, weil das schnell als verdeckte Einlage oder Schenkung gesehen werden kann. Die Zinshöhe muss stimmen, sonst macht das Finanzamt Stress. Und zur Einmischung: Mach von Anfang an klar dass es ein Kredit ist und keine Beteiligung. Am besten schriftlich im Vertrag festhalten dass sie keine Geschäftsführungsrechte haben.


Antwort
Markus W.
Beiträge: 3
(@salesrestart4782)
New Member
Beigetreten: Vor 3 Monaten

Auf jeden Fall einen ordentlichen Darlehensvertrag machen! Hab das bei meinem ersten Startup auch unterschätzt und hatte später ziemlichen Stress mit meinem Schwager. Du brauchst: Darlehenssumme, Zinssatz (auch wenn niedrig), Rückzahlungsmodalitäten und ganz wichtig - eine Klausel dass es sich um ein Darlehen handelt, nicht um eine Beteiligung. Steuerlich musst du aufpassen - zu niedrige Zinsen können als Schenkung gewertet werden. Notar ist nicht zwingend, aber ein Anwalt für Gesellschaftsrecht sollte drüberschauen.


Antwort
Werner-Bausch
Beiträge: 6
(@werner-bausch)
Active Member
Beigetreten: Vor 4 Monaten

Helmut, das Thema Familiengeld ist wirklich heikel. Wie ich schonmal geschrieben hab, ist der Sommer gut für solche Planungen. Ich würde dir raten: Mach einen wasserdichten Vertrag mit marktüblichen Zinsen (3-4%), definiere klare Rückzahlungsraten und leg fest, dass sie KEINE Mitspracherechte haben. Am besten auch eine Klausel reinschreiben, was passiert wenn das Startup scheitert - können sie dann auf ihr Geld verzichten oder nicht? Das klärt vieles im Vorfeld.


Antwort
Bernd K.
Beiträge: 17
(@bernd85)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 4 Monaten

Familiengeld kann echt kompliziert werden... Ich hab mal erlebt wie eine Gründerin deshalb fast ihr Startup verloren hat. Die Verwandten dachten plötzlich sie hätten Mitspracherecht. Mein Tipp: Behandel sie wie jeden anderen Investor auch - professioneller Vertrag, regelmäßige Updates aber klare Grenzen. Und überleg dir gut ob du das wirklich willst, manchmal ist externes Geld weniger kompliziert als Familiendramen.


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