Hallo zusammen,
bin seit März mit meiner UG am Start und hab das Gefühl, dass ich einige Betriebsausgaben nicht richtig nutze. Klar, die großen Posten wie Büroausstattung und Software sind mir bekannt, aber wo wird es interessant bei den kleineren Sachen?
Konkret beschäftigt mich gerade: Kann ich die neue Klimaanlage fürs Homeoffice absetzen? Sind 1.200€ und läuft den ganzen Tag, seit es so heiß ist. Außerdem plane ich im August mal eine Woche Workation - falls das überhaupt noch so heißt - am Bodensee. Kann ich Teile davon als Betriebsausgabe deklarieren wenn ich dort wirklich arbeite?
Und was ist mit sowas wie:
- Fachliteratur und Online-Kurse
- Networking-Events (inkl. Anfahrt und Übernachtung)
- Handy-Tarif (nutze es zu 70% beruflich)
- Arbeitskleidung (okay, bei mir nur Polo-Shirts, aber immerhin)
- Bewirtung von Geschäftspartnern
Gibt es eine Art Checkliste oder Faustregel, womit ich noch mehr rausholen kann? Mein Steuerberater ist zwar okay, aber der denkt eher konservativ und ich hab das Gefühl, er lässt Potenzial liegen.
Danke schonmal für eure Erfahrungen!
Ergänzend zu Thomas: Du solltest bei allem penibel dokumentieren und Belege sammeln. Gerade bei gemischten Ausgaben wie Handy oder Workation will das Finanzamt Nachweise sehen.
Ein Tipp den viele übersehen: Fortbildungskosten sind oft voll absetzbar, auch wenn sie nicht direkt mit deinem aktuellen Geschäft zu tun haben. Online-Kurse, Seminare, sogar ein MBA kann durchgehen wenn du es begründen kannst. Und vergiss nicht die ganzen kleinen Büroartikel - Stifte, Papier, USB-Sticks etc. summiert sich über das Jahr.
Bei der Geschäftskonto-Diskussion hatte ich schon mal erwähnt: separates Konto macht die Zuordnung viel einfacher.