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Jobrad oder bKV als erster Benefit – bringt das wirklich was?

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Felix K.
Beiträge: 3
Themenstarter
(@felix_99)
Active Member
Beigetreten: Vor 4 Monaten
[#93]

Hey zusammen,

ich steh gerade vor einer Entscheidung und bin mir nicht sicher ob ich das richtig angehe. Ich hab seit ein paar Monaten meinen ersten Mitarbeiter an Bord, Teilzeit, und merke dass ich beim Gehalt nicht wirklich mithalten kann was größere Firmen zahlen. Der Typ ist gut und ich möchte nicht riskieren dass er in 6 Monaten wieder weg ist.

Jetzt hab ich mich etwas eingelesen und bin auf Jobrad und bKV gestoßen. Beide Varianten sollen ja steuer- und sozialabgabenoptimiert sein und dem Mitarbeiter mehr netto verschaffen ohne dass ich brutto deutlich drauflege. Klingt erstmal gut.

Aber ich frag mich: Ist das wirklich ein echter Bindungseffekt oder eher ein nettes Extra das niemanden wirklich hält? Ich will nicht in irgendwelche Vertragsstrukturen stolpern die mir später Probleme machen (hab beim Thema GmbH-Kosten schon gelernt dass man da schnell was übersieht).

Concreto: Hat jemand von euch als Bootstrapper einem ersten oder zweiten Mitarbeiter so einen Benefit angeboten? Hat sich das auf die Loyalität ausgewirkt oder hat der Mitarbeiter das einfach mitgenommen und ist trotzdem gegangen?

Und noch was: Im Sommer jetzt frag ich mich ob Jobrad gerade besonders attraktiv ist – oder ist das ohnehin ganzjährig relevant?

Freue mich über konkrete Erfahrungen, keine Theorie bitte.


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1 Antwort
Heinrich K.
Beiträge: 4
(@heinrich_52)
Active Member
Beigetreten: Vor 4 Monaten

Das ist eine Frage die ich gut nachvollziehen kann. Ich hab mich mit ähnlichen Themen beschäftigt als ich angefangen habe die Kostenstruktur meiner GmbH durchzudenken – da merkt man schnell, dass steuerlich optimierte Benefits tatsächlich mehr Spielraum lassen als eine simple Gehaltserhöhung (ich hab dazu auch mal im Steuern-Thread was geschrieben, falls das hilft).

Zur eigentlichen Frage: Bindung entsteht meiner Erfahrung nach nicht durch den Benefit selbst, sondern dadurch ob er zum Menschen passt. Jobrad für jemanden der gar nicht Fahrrad fährt bringt nichts. bKV hingegen hat einen eher universellen Wert weil Gesundheit jeden betrifft.

Was ich noch sagen würde: Der Verwaltungsaufwand für bKV ist überschaubar wenn man einen vernünftigen Anbieter hat, beim Jobrad gibt es aber einige Fallstricke beim Leasingvertrag (Rückgabe, Schadenshaftung), die man vorher klären sollte. Das ist kein Grund es nicht zu machen, aber augen auf bei den Vertragsdetails.


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