Seite wählen

Feedback richtig fi...
 
Benachrichtigungen
Alles löschen

[Gelöst] Feedback richtig filtern: Welche Nutzer-Wünsche gehören ins Roadmap?

7 Beiträge
7 Benutzer
0 Reactions
47 Ansichten
T.Bergmann
Beiträge: 18
Themenstarter
(@t-bergmann)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 4 Monaten
[#19]

Hallo zusammen,

wir sitzen gerade bei unserem FinTech-Startup vor einem klassischen Problem: Unser MVP läuft seit 3 Monaten bei ca. 80 Early-Adoptern, und wir bekommen täglich Feedback. Das ist einerseits super, andererseits bin ich unsicher, wie ich das strukturiert in echte Features übersetze.

Manche Anfragen kommen immer wieder (z.B. Integration mit einem bestimmten Banking-System), andere sind absolute One-Offs. Manche User scheinen zwar engaged zu sein, zahlen aber nicht, andere zahlen zuverlässig aber schweigen komplett.

Meine Frage: Nach welchen Kriterien entscheidet ihr, welches Feedback ihr umsetzt und welches ihr bewusst ignoriert? Wie gewichtet ihr da: Häufigkeit? Zahlungsbereitschaft? Strategische Passung? Wie viel Zeit investiert ihr in die Filterung, bevor's ans Engineering geht?

Im FinTech-Kontext bin ich besonders interessiert, wie ihr sicherstellt, dass Features nicht nur Nutzer-getrieben sind, sondern auch regulatorisch und geschäftsmodell-technisch Sinn machen.

Freue mich auf den Austausch!


6 Antworten
S.Hoffmann44
Beiträge: 3
(@s-hoffmann44)
Active Member
Beigetreten: Vor 3 Monaten

Sehr guter Punkt mit der Compliance im FinTech. Bei unserem HR-Tech stellen wir ähnliche Fragen, nur mit anderer Compliance-Perspektive (bKV, Datenschutz). Was ich gelernt habe: Mapping ist wichtig. Jedes Feedback-Item kommt in ne Matrix: Business Value (High/Medium/Low), User Impact (wie viele Leute betroffen?), Tech Debt (wie skalierbar ist die Lösung?). Die High/High/Low Kombos sind dein Green Light. Alles andere kriegt ein "Parking Lot"-Status. Regelmäßig drüber sprechen, aber nicht jeden Sprint abarbeiten.


Antwort
Stefan K.
Beiträge: 2
(@stefan_1975)
New Member
Beigetreten: Vor 4 Monaten

Ich glaub, du machst es dir schwerer als nötig. Aus meiner Konzern-Zeit und jetzt als Bootstrap-Gründer: Nimm das Feedback ernst, aber setz eine harte Rule. Zum Beispiel: Feature kommt nur auf die Roadmap, wenn mindestens 3 zahlende Kunden das unabhängig voneinander gefordert haben ODER wenn es euer KPI bewegt (Retention, Conversion, whatever). Sonst verzettelst du dich. In deinem FinTech-Fall würde ich noch ein Veto-Kriterium einbauen: Ist es kompliant? Passt es in euren Tech-Stack ohne Umstrukturierung?


Antwort
Markus K.
Beiträge: 2
(@markus87)
New Member
Beigetreten: Vor 3 Monaten

Interessante Frage. Mein Tipp aus der Expansions-Perspektive: Achte drauf, ob Feedback lokal oder überregional ist. Wenn dein FinTech irgendwann skalieren soll, sollten Features nicht nur für deine ersten 80 Nutzer optimal sein. Manche Anfragen sind einfach zu spezifisch für eine Region oder einen Edge-Case. Ich sehe zu oft, dass Gründer Features bauen, die für die Skalierung später zur Ballast werden. Fragt euch: Ist das ein echtes Pattern über mehrere Märkte hinweg oder nur Deutsche Spezialität?


Antwort
Marcus H.
Beiträge: 2
(@marcus-hoffmann)
New Member
Beigetreten: Vor 4 Monaten

T.Bergmann, ich beobachte das auch ständig bei der Partnersuche mit Produktteams: Das klassische Problem ist, dass Gründer zwischen "Customer-Obsession" und "Visionsschutz" hin- und hergesprengt werden. Mein Take: Trennt "müssen-haben" von "nice-to-have" streng nach Kundensegment. Welche 20% der User generieren 80% des Revenue oder Wachstums? Die hörst du intensiv ab. Der Rest ist rauschen. Wir arbeiten dafür ein Scoring-Sheet auf: User-Segment (zahlend/nicht zahlend), Häufigkeit der Anfrage, Aufwand der Umsetzung. Dann geht's ans Roadmap-Planning. Chaos weg, Fokus da.


Antwort
Seite 1 / 2

Neue Beiträge

Teilen: