Hallo zusammen,
wir sind gerade dabei, aus meiner App-Idee ein echtes Startup-Projekt zu machen, und jetzt stellt sich die Frage mit den ersten Mitarbeitern. Aktuell sind wir noch zu dritt, aber wir planen, bis Ende des Jahres auf vielleicht 6-8 Personen zu wachsen.
Im Mittelstandsjob sehe ich täglich, wie wichtig es ist, dass Mitarbeiter ihre Arbeitszeiten flexibel gestalten können und auch die Benefits transparent nachvollziehen – das ist für Work-Life-Balance entscheidend. Deshalb möchte ich das von Anfang an richtig machen. Nur: Im Startup ist das Budget echt eng. Reicht da Excel + eine einfache Urlaubsverwaltung, oder sollte ich wirklich gleich in eine richtige HR-Suite investieren?
Die meisten Tools, die ich mir angeschaut habe, scheinen auf Unternehmen mit 20+ Mitarbeitern ausgelegt zu sein. Gibt es da etwas, das auch in dieser frühen Phase sinnvoll ist, ohne dass ich 300€ im Monat zahle? Und vor allem: Was muss rechtlich sauber laufen, damit ich später bei Wachstum nicht alles umstellen muss?
Nur kurz aus einer anderen Perspektive: Bevor du irgendwas anschaffst, solltest du mit einem Anwalt klären, was in deiner Branche und Rechtsform ab welcher Teamgröße gesetzlich Pflicht ist. Das ändert sich 2026 wieder – und dann ärgerst du dich, wenn deine schöne Notion-Lösung plötzlich nicht mehr reicht. Die 300€/Monat können billiger sein als eine nachträgliche Migration aus Compliance-Gründen.
Hey Stefan, guter Gedanke, das früh zu durchdenken. Ich bin in einer ähnlichen Situation mit meiner B2B-SaaS-Idee, und was ich gelernt habe: Je transparenter du von Anfang an mit deinem Team umgehen kannst, desto leichter ist der Übergang später.
Meine Empfehlung wäre, mit etwas Einfachem zu starten – Notion oder Airtable für die Basis (Urlaub, Verfügbarkeiten) und ein Google Sheet für Überstunden, wenn nötig. Das ist flexibel, kostet quasi nichts und lässt sich später leicht rauskopieren. Parallel würde ich aber schon recherchieren, welche Tools du 2026 brauchst, damit du nichts "falsch" digitalisierst.
Was bei meinen Gründer-Gesprächen immer wieder kommt: Die allermeisten sagen, dass sie zu lange an Excel gehangen haben, nicht dass sie zu früh eine echte Lösung kaufen. Also: Starte pragmatisch, aber mit klarem Enddatum für den selbstgebastelt-Modus.
Wie viel Energie hast du aktuell selbst für diese Verwaltung? Das sollte eine Rolle spielen.